Date: 22. September 2017

Im Vergleich zum japanischen Yen (JPY) stieg das britische Pfund (GBP) am Donnerstag den zweiten Tag in Folge und markierte damit den höchsten Schlusskurs seit dem Entschluss Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen. Im amerikanischen Geschäft kletterte das Paar dynamisch gen Norden, nachdem BBC mitteilte, dass Premierministerin Theresa May morgen eine Übergangsregelung mit der Europäischen Union vorschlagen wird.

 

Das britische Pfund reagierte prompt. Die neuen Hochs bestätigten den jüngsten Ausbruch über den Chartwiderstand bei 151,70. Zeitweise notierte das Paar am Donnerstag auf 152,83 und damit notiert es nur noch knapp unter dem Eröffnungskurs am Tag des Brexit.

 

Im frühen Geschäft erhielt das Paar einen Schub durch die Entscheidung der japanischen Notenbank, die Geldpolitik unverändert zu belassen. Ein Mitglied plädierte sogar für einen weiteren Stimulus, während Gouverneur Kuroda die Bereitschaft der BoJ zu weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Mini-Inflation bekräftigte. In der Konsequenz wertete der japanischen Yen auf breiter Front ab.

 

Seit September ist das Paar um mehr als eintausend Pips gestiegen. Preisunterstützend wirkte zum einen die Erwartung an eine baldige Zinserhöhung der britischen Notenbank, und zum anderen die Abwertung des Yens.

 

Trotz der beeindruckenden Rallye bleibt das Aufwärtsmomentum intakt und derzeit gibt es keine Signale, die auf eine potenzielle Korrektur hinweisen. Im Fokus steht heute Theresa May. Sie wird sich erstmals seit Januar ausführlich zum Brexit äußern.

 

Malte Kaub