Date: 03. April 2018

In den letzten gut sechs Monaten hat das britische Pfund im Verhältnis zum australischen Dollar eine beispiellose Rally vollzogenen. In deren Verlauf ist das als sehr schwankungsintensive bekannte Paar um gut 2000 Pips gestiegen. Aus Sicht der Markttechnik ist jetzt allerdings die Zeit gekommen, um die Gefahr einer mittelfristigen Trendumkehr zu diskutieren.

 

Als Grund dafür sehen wir das klassische Candlestickumkehrmuster in Form eines Evening Stars, der sich in den vergangenen drei Tagen ausgeprägt hat und mit dem Unterschreiten des Tiefs vom 27. März bei 1,8267 aktiviert wurde. Ein nachhaltiges Abgleiten per Tages- und Wochenschlusskurs spricht für den Beginn einer mittelfristigen Korrektur nach unten.

 

Als zusätzliches Risiko sehen wir die Konstellation der technischen Indikatoren. Der trendfolgende MACD hat an Dynamik verloren und so droht jetzt ein negatives Schnittmuster auf erhöhtem Niveau. Zudem ist der RSI aus den überkauften Marktbedingungen herausgestochen und generierte damit ein handfestes Verkaufssignal.

 

Setzt sich der Korrekturtrend fort, so drohenden Rücksetzer in die Kursregion um 1,7890 – der 38-Tage-Linie. Danach wartet dann bereits der Aufwärtstrend von September 2017 gemeinsam mit dem 38,2 Fibonacci-Retracement und der 90-Tage-Linie bei rund 1,7670. Ein Bruch darunter würde den übergeordneten Aufwärtstrend in Gefahr bringen. Das sehen wir allerdings nicht. Vielmehr sollte sich der Kurs hier stabilisieren und wieder gen Norden drehen.

 

Eine umgehende Fortsetzung der Aufwärtsbewegung steht nur auf der Agenda, falls der Kurs des britischen Pfund den jüngsten Hochpunkt bei 1,8515 aus dem Markt nimmt.

 

Malte Kaub