Date: 02. November 2017

Die US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen am Mittwoch erwartungsgemäß unverändert in einer Spanne zwischen 1,00 Prozent bis 1,25 Prozent gelassen, gleichzeitig aber das solide Wachstumstempo und die gute Verfassung am Arbeitsmarkt gelobt und damit eine Zinserhöhung im Dezember angedeutet.

 

Keine Veränderungen gab es bei der Lageeinschätzung zur Inflation. Sie werde den Entscheidungsträgern zufolge mittelfristig in Richtung des Zielwertes von 2 Prozent zurückkehren. Folglich dürfte die Fed an ihrer schrittweisen Straffung der Geldpolitik festhalten.

 

Aufgrund der starken Wirtschaft, der soliden Verfassung des Arbeitsmarktes und der Inflation, die allmählich zurückkehrt, haben die Fed-Vertreter ausreichend Gründe, die Zinsen im Dezember zu erhöhen. Wir rechnen daher nach wie vor mit einer Zinserhöhung Mitte Dezember.

 

Das spiegeln auch die Terminmärkte wider. Bis Mitte Dezember zeigen die Futures-Kontrakte dem CME Group FedWatch Tool zufolge eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 97 Prozent für eine Zinserhöhung an. Das größte Risiko in diesem Szenario besteht darin, dass den USA ein wirtschaftlicher Schaden entstehen würde, wenn bei der Übereinkunft über die Schuldengrenze ein sogenannter government showdown nicht abgewendet werden kann.

 

Die Devisenmärkte reagierten kaum auf die Zinssitzung. Auch die Aktien- und Rentenmärkte tendierten nahezu unverändert. Jetzt wendet sich die Aufmerksamkeit auf die heutige Ankündigung des Weißen Hauses, dass Jerome Powell als Nachfolger von Fed-Chefin Janet eingesetzt wird.

 

Malte Kaub