Date: 30. Oktober 2017

Das Highlight in dieser Woche ist zweifellos die geldpolitische Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed am Mittwoch. Für Furore dürfte die Sitzung aber nicht sorgen. Darauf deuten auch die allgemeinen Erwartungen hin. Die Leitzinsen dürften unverändert bleiben.

 

Zudem spricht auch die Tatsache, dass keine Pressekonferenz stattfindet, dafür, dass der Wortlaut des Statements weitgehend unverändert bleiben dürfte. Marginale Veränderungen sollte Vermutungen bestätigen, wonach die Fed den Leitzins im Dezember erhöhen wird. Das ist unserer Meinung nach aber nicht notwendig, da Investoren Erwartungen über eine weitere Zinserhöhung im Dezember heraufgesetzt haben, zeigt der Terminmarkt.

 

Das ging auch aus den Mitschriften der Zinssitzung vom September hervor. So waren die meisten Währungshüter der Meinung, dass eine Straffung im Dezember angebracht sein könnte.  Aber auch die Tatsache, dass die Fed nur an der Zinsschraube dreht, wenn Janet Yellen selbst etwas zu sagen hat, spricht für eine Zinserhöhung Mitte Dezember.

 

Es gebe keine Meinungsveränderungen bei den Vertretern der amerikanischen Notenbank seit dem letzten Zinsentscheid, sagte Yellen in einer Rede am 15. Oktober. Sie wiederholte lediglich die Lageeinschätzung vom September.

 

Wir erwarten daher, dass das FOMC die Erwartungen bestätigen wird, so dass wir mit keiner großen Marktreaktion rechnen, sobald die Ergebnisse der Sitzung am Mittwoch bekannt gegeben werden.

 

Malte Kaub