Date: 26. August 2019

Die Europäische Zentralbank hat in ihrem Sitzungsprotokoll die Tür für ein großes geldpolitisches Maßnahmenpaket aufgestoßen. Sowohl Zinssenkungen als auch eine Neuauflage des Kaufprogramms stehen zur Diskussion.

 

„Es wurde die Position vertreten, dass verschiedene Optionen als Teil eines Pakets gesehen werden sollten, d.h. eine Kombination von Instrumenten mit erheblichen komplementären und sich gegenseitig verstärkenden Synergien, da die Erfahrung gezeigt hatte, dass ein Maßnahmenpaket – wie die Kombination von Zinssenkungen und Asset-Käufen – effektiver war als eine Reihe von selektiven Aktionen“, hieß es im Protokoll.

 

Einige Ökonomen, wie z.B. die ING erwartet daher, dass die EZB „eine Senkung des Einlagesatzes um 20 Basispunkte, ein kleines Tiering-System, eine Neufestsetzung der TLTROs sowie eine Neuauflage der QE mit rund 30 Milliarden Euro pro Monat“ auf ihrer Sitzung am 12. September beschließen könnte.

 

Unwahrscheinlich wäre ein solches Maßnahmenpaket nicht. Schließlich war es der EZB-Chef selbst, der die Erwartungen Mitte Juni und Ende Juli so in die Höhe trieb, als er betonte, eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik sei erforderlich, wenn sich der Ausblick nicht verbessert und die Inflation im Euroraum nicht anzieht.

 

Für den Euro könnte dieser geldpolitische Beschluss weitere Schmerzen bedeuten. Zwar hängt auch vieles davon ab, ob die Fed im September die Zinsen senkt oder einen längeren Zinssenkungszyklus einleitet, aber in der ersten Linie ist es die EZB, die den Wechselkurs maßgeblich beeinflusst, wie damals im Mai 2014, als sie die Dicke Bertha rausgeholt hatte.

 

 

Malte Kaub

 

 

 

 

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