Date: 26. Oktober 2018

Nicht die EZB-Entscheidung an sich, sondern die Pressekonferenz von Mario Draghi ließ den EUR/USD wie einen Stein auf neue Tiefs plumpsen, was ein Abgleiten auf die psychologisch wichtige Marke von 1,1300 Dollar immer wahrscheinlicher werden lässt. Aber der Reihe nach:

 

Die Europäische Zentralbank hat den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken auf dem Rekordtief von null Prozent belassen. Das wurde auch so vom Markt erwartet. Das Anleihekaufprogramm wird zudem bis Ende Dezember mit einem monatlichen Umfang von 15 Mrd. Euro fortgesetzt. Ob Ende Dezember dann mit der Geldschwemme der EZB Schluss ist, ließ der Rat offen. Voraussetzung dafür sei, dass die „neu verfügbaren Daten die mittelfristigen Inflationsaussichten bestätigen“.

 

Marktteilnehmer hatten die Hoffnung, dass die Zentralbank bereits auf ihrer heutigen Sitzung einen Termin zum Auslaufen des Kaufprogramms festsetzt. Das war nicht der Fall, auch weil Mario Draghi auf seiner Pressekonferenz sagte, dass die Wirtschaft auch weiter einen „erheblichen Grad an geldpolitischer Akkommodierung“ benötigt. Zudem wies Draghi auf zahlreiche Unsicherheiten für den Euro-Raum hin – einschließlich dem Brexit und die Handelskonflikte. Zwar hatten Experten im Vorfeld auf keinen falkenhaften Auftritt von Draghi gesetzt, aber am Ende war er dann doch zu taubenhaft, auch weil die Zinsen bis mindestens über den Sommer 2019 hinaus auf dem Rekordtief von null Prozent bleiben sollen.

 

Der EUR/USD rutschte daraufhin zurück unter 1,14 Dollar und markierte neue Mehr-Monats-Tiefs. Verluste in Richtung 1,1299 Dollar können nicht mehr ausgeschlossen werden, auch weil „die US-Wirtschaft fast doppelt so schnell wächst wie die der EU“, so Robert Zach vom Finanzportal Investing.com. „Die geldpolitische Divergenz zwischen den USA und dem alten Kontinent wird immer größer, auch weil die Fed bereits seit zwei Jahren ihre Geldpolitik strafft, während die EZB noch nicht einmal einen echten Plan für die Wende in der Schublade liegen hat“, fügte er hinzu. „Der Euro steht wieder am Rande der Klippen, es fehlt nur noch der letzte Schubser – Brexit oder Italien?“

 

Heute könnte das US-Bruttoinlandsprodukt sowie das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß PCE für Kursbewegung sorgen. Darüber hinaus halten sowohl EZB-Chef Mario Draghi als auch EZB-Ratsmitglied Coeure eine Rede.

 

Malte Kaub

 

 

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