Date: 24. November 2017

 

Die Gemeinschaftswährung pirschte sich am Donnerstag an ihre Monatshochs heran. Im europäischen Geschäft kletterte sie zum US-Dollar bei niedrigem Handelsvolumen wegen Thanksgiving auf 1,1855.

 

Vom Greenback kam keine Gegenwehr, nachdem das am Mittwoch veröffentlichte Sitzungsprotokoll der amerikanischen Zentralbank zeigte, dass die Währungshüter besorgt über die anhaltend tiefe Inflation sind, die die Geldpolitik über Dezember hinaus beeinflussen könnte.

 

Die Konjunkturdaten aus Europa, wo der Einkaufsmanagerindex aus dem Verarbeitenden Gewerbe mit 60,0 Punkten den höchsten Stand seit knapp sieben Jahren erreichte, hatten die Einheitswährung auf breiter Front gen Norden getrieben.

 

Das Sitzungsprotokoll der Europäischen Zentralbank (EZB) gab indes keine neuen Erkenntnisse zur künftigen Geldpolitik preis. Einige Entscheidungsträger wollten zwar ein definitives Enddatum für die Käufe, sie wurden aber von der Mehrheit überstimmt, die ein Enddatum offen lassen wollten.

 

Aus Deutschland wird heute der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht, der sich auf dem Niveau vom Vormonat stabilisieren dürfte. Jenseits des Atlantiks stehen die vom Markit-Institut erhobenen Einkaufsmanagerindizes auf der Agenda. Experten erwarten einen Wert leicht über der Oktoberlesung.

 

Aus Sicht der Markttechnik dürfte der Euro seinen Anstieg fortsetzen, solange er sich über der Schlüsselunterstützung aus dem 23,6% Fibonacci-Retracement des jüngsten Aufwärtsimpulses bei 1,1790 halten kann. Nächstes Kursziel auf der Oberseite liegt bei 1,1890. Ein Sprung darüber eröffnet Spielraum auf die psychologisch wichtige Marke von 1,2000.

 

Malte Kaub