Date: 18. August 2017

Der Euro hat am Donnerstag nach Kursschwankungen deutlich abgebaut. Im Handelsverlauf kam es wie bereits an den vergangenen Tagen mehrfach zu deutlichen Kursschwankungen.

 

Die Euro-Schwäche ist unter anderem mit Aussagen der Europäischen Zentralbank zu erklären. Die europäischen Währungshüter hatten sich laut dem Protokoll der jüngsten Zinssitzung besorgt über einen zu starken Euro geäußert. Es war ein Versuch der Notenbank, den Euro in die Richtung zu bewegen, die sie möchten. Aus ihrer Sicht ist der Kurs zu hoch.

 

Entsprechend hoch bleibt also das Rückschlagspotenzial für den Euro gegenüber dem US-Dollar. Die nächste Unterstützung durch eine aus den Tiefs im Juni und Juli abgeleitete Trendlinie liegt bei 1,1658. Das 23,6% Fibonacci-Retracement des Aufwärtsimpulses von April bis August 2017 untermauert die Bedeutung dieser Haltelinie. Danach kann es weiter abwärts auf den wichtigen Unterstützungsbereich bei 1,1511 bis 1,1490 gehen. Hier verlaufen ein gleitender Durchschnitt in Form der letzten 50 Tage und ein wichtiges Fibonacci-Retracement. Nach oben hin findet sich ein entscheidender Widerstand bei 1,1789. Dies entspricht dem Vortageshoch. Darüber wäre ein Spurt auf die Hochs vom 11. und 14. August bei 1,1846 möglich.

 

Am Nachmittag konnten außerdem gute Konjunkturdaten aus den USA dem Greenback etwas Auftrieb geben. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung ist um 12.000 auf 232.000 gesunken. Das war deutlich besser als vom Markt erwartet.

 

Heute stehen außer das durch die Universität Michigan erhobene Konsumentenvertrauen keine weiteren marktbewegenden Ereignisse auf der Agenda.

 

Malte Kaub