Date: 05. Dezember 2017

 

Im Eurodollar gab es zum Wochenauftakt keine größere Kursbewegung. Von Relevanz ist nun jedoch die Eröffnungsgap, die übers Wochenende durch die Nachrichten aus den Vereinigten Staaten ausgelöst wurde.

 

Der amerikanische Dollar eröffnete auf breiter Front höher und so notierte die Gemeinschaftswährung seitwärts zwischen 1,1830 und 1,1880. Eine klare Richtung fand das Paar dabei nicht. Auch wurde die Eröffnungsgap nicht geschlossen.

 

Ausgehend von der Konjunkturseite war es ebenfalls ein ruhiger Wochenauftakt. In Europa wurde der Sentix-Index per Dezember veröffentlicht. Mit 31,3 Punkten verfehlte er die Konsensschätzungen (33,6 Punkten). Grund hierfür war ein Rückgang in der Erwartungskomponente. Die Erzeugerpreise sind derweil im Monatsvergleich um 0,4 Prozent (nach 0,3 Prozent zuvor) gestiegen. Auf das Jahr hochgerechnet verbuchten diese jedoch einen Rückgang um 0,3 Prozent auf 2,5 Prozent.

 

Jenseits des Atlantiks wusste der Stimmungsindikator in Form des ISM New York Business Conditions Index per Berichtsmonat November zu überzeugen. Er stieg von 51,6 auf 58,1 Punkte. Zudem fiel der Auftragseingang mit minus 0,1 Prozent weniger stark als erwartet.

 

Heute stehen die endgültigen Composite Einkaufsmanagerindizes für den Service- und Produktionssektor aus dem Euroraum und den USA auf der Agenda. Zugleich werden auch noch die Einzelhandelsumsätze aus Europa veröffentlicht. Im Hinterkopf dürften Anleger jedoch schon das Hauptevent in dieser Woche haben – den offiziellen Arbeitsmarktbericht aus den USA an diesem Freitag.

 

Aus charttechnischer Sicht ist das Paar etwas angeschlagen. Bei einem Bruch unter die Chartunterstützung bei 1,1800 dürfte sich die Abwärtsbewegung beschleunigen. Danach wäre der Weg frei in Richtung 1,1730. Auf der Oberseite gilt es zunächst die noch offenstehende Gap bei 1,1890 zu füllen, um so für ein besseres Chartbild zu sorgen.

 

Malte Kaub