Date: 19. Februar 2018

Die Gemeinschaftswährung hatte in den vergangenen Wochen einen tollen Lauf. Der Ausverkauf vom Freitag schreibt allerdings förmlich nach einer tieferen Korrektur.

 

Aus charttechnischer Sicht ging der Rally nur knapp vor dem Erreichen der wichtigen Glättungen der letzten 90 und 200 Monate bei 1,2550 die Puste. Diese Kursregion fungiert als signifikanter Widerstand, der für eine Trendumkehr prädestiniert ist. Auch sprechen dafür die extrem überverkauften Marktbedingungen im US-Dollar, die eine kurzfristige Erholungsbewegung gegenüber dem Euro wahrscheinlich machen.

 

Jedoch spricht auch einiges für die jüngste Aufwertung der Gemeinschaftswährung. So untermauern solide Konjunkturdaten aus der Eurozone die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des alten Kontinents.

 

Zudem öffnen mehr und mehr Vertreter der Europäischen Zentralbank die Tür für eine potenzielle Wende in der geld- und zinspolitischen Kommunikation der Notenbank. Grund dafür ist die positive Wirtschaftsdynamik, die eine Normalisierung der Geldpolitik immer wahrscheinlicher werden lässt. Einen solchen Schritt könnten die Verantwortlichen bereits im nächsten Monat vollziehen; daran werden auch die in dieser Woche anstehenden Konjunkturberichte nichts mehr ändern.

 

Der Kurs des Euro wird in dieser Woche im Fokus stehen, da einige marktbewegende Konjunkturdaten veröffentlicht werden wie beispielsweise die ZEW-Umfrage sowie die Einkaufsmanagerindizes und der deutsche IFO-Geschäftsklimaindex.

 

Selbst bei kurzfristigen Rücksetzern im EUR/USD sehen wir wiederaufflammendes Kaufinteresse in der Kursregion um 1,2250 und 1,2375.

 

Malte Kaub