Date: 19. September 2017

Nach freundlichem Start ist die Gemeinschaftswährung zum Auftakt der neuen Handelswoche wenig verändert aus dem Handel gegangen. Viele Anleger warten auf neue Hinweise über den geldpolitischen Kurs von US-Notenbankchefin Janet Yellen.

 

Zunächst ließen steigende Verbraucherpreise in Europa den Euro in die Höhe schießen und am Nachmittag ein neues Sitzungshoch markieren. Die Ernüchterung folgte jedoch auf dem Fuße: Die Gemeinschaftswährung fiel und schloss mit einem leichten Minus. Am Ende lag der Wechselkurs 0,05 Prozent tiefer bei 1,1937.

 

Die Kernrate ist im August leicht auf 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Höhere Preise für Energie und Tabakwaren haben die Inflation in Europa etwas angetrieben. Im Juli hatte die jährlich Kernrate bei 1,2 Prozent gelegen. Anzeichen für Inflation sieht aber anders aus. Entsprechend lange dürfte eine Zinswende noch auf sich warten lassen. Denn das Inflationsziel der EZB liegt noch weit entfernt.

 

Der Blick der Marktteilnehmer dürfte sich in den nächsten zwei Tagen auf die US-Notenbank Fed richten, deren Offenmarktausschuss über die Geldpolitik berät. Wir gehen davon aus, dass die Fed den Leitzins in der aktuellen Spanne belassen wird. Spannend dürfte jedoch sein, ob die Notenbank den Startschuss für die Bilanzreduktion im Oktober bekanntgeben wird. Auch potenzielle Revisionen der Wirtschafts- und Inflationsprojektionen in Reaktion auf die jüngsten Wirbelstürme dürften Aufmerksamkeit am Markt erregen.

 

 

Malte Kaub