Date: 13. Oktober 2017

Seit gut vier Wochen bewegt sich der Euro im Vergleich zum neuseeländischen seitwärts. Nach dieser ausgedehnten Konsolidierungsphase ist das Pendel gestern zugunsten der Bären umgeschwungen. Relevante Kursmarken wurden zwar noch nicht unterschritten, aber aus Sicht der Charttechnik mehren sich die Warnsignale.

 

So ergab sich eine negative Divergenz im RSI, nachdem das Paar den Anstieg der letzten Tage nicht mehr nachvollziehen konnte. Entsprechend gelang es dem Euro nicht mehr, neue Hochs auszubilden. Diese gegensätzliche Entwicklung deutet auf eine nachlassende Dynamik im Aufwärtstrend und damit auf eine drohende Schwächephase hin.

 

Aber auch der trendfolgende MACD hat das jüngste zyklische Hoch des Euro im Vergleich zum neuseeländischen Dollar bei 1,6759 nicht mehr durch entsprechende Hochs im Indikatorenverlauf bestätigt.

 

Mit Blick auf den Candlestickchart dürfte der Druck auf das Währungspaar in den nächsten Tagen hoch bleiben. Denn neben der negativen Indikatorenkonstellation hatte sich gestern noch ein bearish engulfing dazu gesellt, das die letzten zwei Kerzen umfasst.

 

Vor diesem Hintergrund sollten Investoren den Unterstützungsbereich aus der Glättung der letzten 38 Tage bei 1,6447 und den Aufwärtstrend seit Ende Juni bei 1,6385 im Blick haben. Unterschreitet das Paar auch diesen Bereich wird ein Test des 23,6% Fibonacci-Retracements bei 1,6228 zusehends wahrscheinlich.

 

Um hingegen das negative Chartbild zu negieren, muss das Paar rasch die Jahreshochs bei 1,6759 zurückerobern.

 

Malte Kaub