Date: 19. Oktober 2017

Nach zuletzt eher dürftigen Vorstellungen hat sich der Euro im Verhältnis zum japanischen Yen stabilisiert. Das Paar schaffte es am Mittwoch bis knapp über die Marke von 133,00. Zu einem Sprung über die Oktoberhochs bei 133,50 fehlte es aber an weiteren Impulsen.

 

Unterstützung erhielt das Paar von den US-Anleiherenditen, die sich nach der vorübergehenden Schwäche zum Wochenauftakt heute wieder deutlich stärker zeigten. Auch der Anstieg der Aktienmärkte in den USA dürfte sich positiv auf das Paar ausgewirkt haben. Sichere Häfen wie der japanische Yen waren also nicht gefragt, entsprechend kräftig zog der Kurs an.

 

In den Fokus rückt aber bereits heute das Highlight in der kommenden Woche: Die Sitzung der EZB. Ob die obersten europäischen Währungshüter neue Hinweise auf eine baldige Drosselung der Anleihekäufe geben werden, darf angesichts des schwächelnden Preisniveaus bezweifelt werden. Denn die Kerninflation liegt mit 1,1 Prozent nach wie vor deutlich unter dem anvisierten Ziel der EZB von rund zwei Prozent.

 

Aus der Sicht der Charttechnik würde sich neuer Aufwärtsdruck aufbauen, wenn die Hochpunkte bei 134,40 aus dem Markt genommen werden. Dann besteht weiteres Potenzial bis in den Bereich von 138,99, dem Augusthoch aus dem Jahr 2015. Knapp darüber verläuft das 76,4% Fibonacci-Retracement des gesamten Abwärtsimpulses seit Dezember 2015 bei 139,96.

 

Die Perspektive des Paares würde sich hingegen erst bei einem Fall unter die Glättung der letzten 200 Wochen bei 130,30 merklich eintrüben.

 

Malte Kaub