Date: 05. Oktober 2017

Seit gut zwei Monaten befindet sich der Euro zum britischen Pfund in einer ausgeprägten technischen Korrektur. Die jüngsten Tiefpunkte im vergangenen Monat bei 0,8750 nähren jedoch die Hoffnung auf eine kurzfristige Stabilisierung und damit darauf, dass der Abwärtsimpuls seit Ende August sein vorläufiges Ende gefunden hat.

 

Nach der Stabilisierung über einer bedeutenden Chartunterstützung aus dem Aufwärtstrend seit Mitte November 2015, einem Fibonacci-Cluster und der 200-Tage-Linie zwischen 0,8760 bis 0,8720 bedarf es allerdings noch eines Sprungs über die Glättung der letzten 90 Tage bei 0,8930. Solange sie nicht signifikant überwunden wird, bleibt die Situation für den EUR/GBP angespannt.

 

Auf der Unterseite gilt es die o.g. Unterstützung nicht per Tagesschlusskurs zu unterschreiten, denn ansonsten droht eine erneut zunehmende Dynamik, die das Paar in Richtung der markanten Fibonacci-Niveaus bei 0,8681 und 0,8534 drücken dürfte.

 

Die technischen Indikatoren sprechen indes für eine Fortsetzung der technischen Erholung. So generierte der MACD auf Tagesebene ein Einstiegssignal, während der RSI zuletzt eine positive Divergenz ausgebildet hatte, was in der Regel ein hervorragender Hinweis darauf ist, dass die herrschende Abwärtskorrektur ernsthaft in Frage gestellt werden sollte.

 

Insgesamt rechnen wir aufgrund der kurzfristigen Dynamik der Aufwärtsbewegung mit dem Test des Chartwiderstands bei 0,8930. Danach kann das Paar den Bereich bei 0,8970 ins Visier nehmen, wobei wir einen Sprung darüber in dieser Phase als sehr unwahrscheinlich erachten.

 

 

Malte Kaub