Date: 09. August 2017

Der Euro im Vergleich zum britischen Pfund (EUR/GBP) kannte zuletzt praktisch nur den Weg nach oben und eilte von einem Jahreshoch zum nächsten. Jetzt ist aber höchste Vorsicht geboten, zumal gestern ein potenzielles Trendumkehrmuster in Form eines Shooting Stars ausgeprägt wurde. Das Kursmuster signalisiert, dass die Luft nach oben langsam dünner wird.

 

Kurzfristig gibt es also potenziellen Korrekturbedarf, langfristig spricht hingegen nichts gegen weitere Zugewinne. Ungemach droht auch auf Indikatorenseite. So konnte der RSI in den letzten Wochen des Anstieg des Währungspaares nicht mehr Folge leisten. Diese Entwicklung deutet auf eine nachlassende Dynamik im übergeordneten Aufwärtsimpuls und damit auf eine baldige Schwächeperiode hin. Die Stochastik ist zwar noch bullisch, allerdings sind auch hier Ermüdungssignale nicht zu übersehen. Hingegen hat der trägere MACD noch kein neues Verkaufssignal generiert.

 

Bei einem Rückfall unter das Vortagestief bei 0,9012 würde die beschriebene Umkehrformation nach unten aufgelöst. Dies würde den Druck auf die Gemeinschaftswährung erhöhen. So dürfte es interessant sein, ob es dem EUR/GBP gelingt, sich über der nächsten Unterstützungszone zu halten und sich danach wieder auf neue Hochs zu bewegt. Eine wichtige Unterstützung liegt bei 0,8922. Danach rückt die auf den Tiefs vom November 2015 basierende Trendlinienunterstützung bei etwa 0,8867 ins Visier. Hier laufen außerdem die Glättung der letzten 38 Tage sowie eine horizontale Unterstützungslinie bestehend aus mehreren Hoch- und Tiefpunkten zusammen.

 

Ein nachhaltiger Sprung per Schlusskurs über das aktuelle Jahreshoch bei 0,9088 würde das Korrekturpotenzial negieren und weiteres Aufwärtspotenzial entfesseln.

 

Malte Kaub