Date: 17. Juli 2017

Der Euro musste in der vergangenen Woche im Vergleich zum britischen Pfund die 38-Tage-Linie (akt. bei 0,8774) preisgeben. Zudem wurde auf Tagesschluss der Aufwärtstrend seit November 2015 (akt. bei 0,8760) durchbrochen. Übergeordnet überwiegen deshalb eindeutig die Belastungsfaktoren.

 

Den Candlesticks ist spätestens seit dem Rutsch unter die angeführten Unterstützungen bei rund 0,8774/0,8760 nichts Positives mehr abzugewinnen. So führten die jüngsten Kursverluste zu einem bearish engulfing, was die Kerzenkörper der fünf vorangegangenen Kerzen auf Wochenebene umschließt.

 

Erste, sehr wichtige Unterstützungen finden sich bei 0,8695 und 0,8685, jeweils in Form einer horizontalen Unterstützungslinie und dem 23,6% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses seit November 2015. Nach einem Bruch dieser Unterstützungen würde weiteres Abwärtspotenzial in Richtung des Schnittpunktes der 90- und 200-Tage-Linie bei 0,8635 entstehen.

 

Auf Ungemach deuten unterdessen auch die technischen Indikatoren hin. Der RSI hat auf Tagesebene eine negative Divergenz ausgebildet und die Stochastik hat auf Wochenebene ein Verkaufssignal erzeugt.

 

Auf der Oberseite lassen sich Widerstände bei 0,8820, 0,8875 und 0,8940 definieren. Solange die Widerstände bei 0,8820 und 0,8875 nicht per Tagesschluss wieder überwunden werden, sollten Erholungen verkauft werden.

 

Zum Wochenauftakt stehen in der Eurozone die Verbraucherpreise auf der Agenda. In Großbritannien dürfte die Veröffentlichung der Erzeuger- und Verbraucherpreise am Dienstag für Kursbewegung sorgen.

 

Malte Kaub