Date: 10. September 2018

Der EUR/USD musste am Freitag deutlich Federn lassen. Auslöser für die Verluste war der starke US-Arbeitsmarktbericht, der sowohl vom Stellen- als auch vom Lohnwachstum zu überzeugen wusste.

 

In der Folge verlor die Gemeinschaftswährung knapp einhundert Pips. Vom Tageshoch bei 1,1650 Dollar ging es steil bergab auf 1,1562 Dollar.

 

Jetzt aber zu den Details des Arbeitsmarktberichts: die US-Wirtschaft schuf im August 201.000 neue Stellen, während Volkswirte nur einen Wert von 191.000 vorhersagten. Die Arbeitslosenquote stagnierte zwar bei 3,9 Prozent. Dafür sank aber die U6-Statistik um 0,1 Prozent auf 7,4 Prozent.

 

Interessant waren aber vor allem die Lohndaten. So sind die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,4 Prozent zum Vormonat gestiegen und um 2,9 Prozent zum Vorjahresmonat – das entspricht dem größten Anstieg seit dem Jahr 2009. Experten hatten nur mit Werten von 0,3 und 2,7 Prozent gerechnet.

 

„Der starke Lohnanstieg gemeinsam mit dem hohen Stellenaufbau hat die Zins-Falken im geldpolitischen Rat der Fed gefreut. Langsam wird deutlich, dass die Vollbeschäftigung in den USA auch zu einem höheren Lohn- und Preiswachstum bei einem anhaltenden Inflationsanstieg führt“, schreibt Chefanalyst Robert Zach von Investing.com. Eine Zinserhöhung im September und Dezember dürfte nach den guten Zahlen vom Freitag wahrscheinlicher geworden sein.

 

Aus charttechnischer Sicht nähert sich der EUR/USD jetzt der Nackenlinie einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei 1,1532 Dollar. Ein Unterschreiten dieser Unterstützung eröffnet ein Abschlagspotenzial von gut 200 Pips

 

Von höheren Kursnotierungen können Anleger dagegen erst wieder ausgehen, wenn der Euro das Hoch vom Freitag bei 1,1650 Dollar überspringt.

 

Malte Kaub

 

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