Date: 01. Oktober 2018

Der Euro ist im Verhältnis zum US-Dollar in den vergangenen zwei Handelstagen deutlich unter die Räder gekommen. Unter anderem dafür verantwortlich war die Italien-Krise wegen dem Haushaltsplan der italienischen Regierung.

 

So gaben die italienischen Regierungsparteien und der parteilose Finanzminister Giovanni Tria am Donnerstag einen Haushaltsplan bekannt, der ein Defizit von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukt vorsieht. Damit liegt Italien deutlich über der von der EU vorgegebenen Grenze von 1,6 Prozent.

 

Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen schoss nach Bekanntgabe der Hausplanung auf 3,225 Prozent und stieg damit um mehr als 10 Prozent. „Die Neuverschuldung liegt zwar deutlich unter den 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, welches der Maastricht-Vertrag vorsieht, aber es liegt deutlich über dem Wert, um Italiens enorme Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen“, schreibt Robert Zach von Investing.com.

 

Aus Sicht der Charttechnik hat der EUR/USD einige wichtige Unterstützungen unterschritten. Weitere Verluste drohen der Gemeinschaftswährung, wenn die Haltemarke bei 1,1570 Dollar brechen sollte. Danach bestünde Abwärtspotenzial in Richtung der Septembertiefs von 1,1520 Dollar.

 

Die technischen Indikatoren sind mittlerweile negativ zu interpretieren. So hat der MACD ein negatives Schnittmuster oberhalb seiner Nulllinie erzeugt, während der RSI ein klassisches Doppel-Top im Indikatorenverlauf aktiviert hat.

 

Die negative Ausgangslage könnte der EUR/USD aktuell nur negieren, indem er die jüngsten Verlaufshochs bei 1,1815/17 Dollar auf Schlusskursbasis überspringt.

 

Malte Kaub

 

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