Date: 22. Juni 2018

Seit dem Erreichen der Mehr-Jahres-Hochs bei 137,53 gab es für die Bullen des EUR/JPY eine echte Durststrecke. Nach dem klassischen Umkehrsignal in Form eines bearish engulfing verlor das Paar gut 800 Pips an Wert.

 

In der Woche zum 28. Mai hat sich der EUR/JPY dann dynamisch von der Schlüsselunterstützung aus der Kombination des 50% Fibonacci-Retracements des gesamten Aufwärtsimpulses von Ende Juni 2016 bis Ende Januar 2018 und der 90-Wochen-Linie im Bereich von 124,50 bis 126,50 erholt.

 

Die Erholung hielt sich jedoch in Grenzen und stieß an der Kanalobergrenze bei 130,30 auf Widerstand, so dass das Paar sich wieder nach Süden orientierte. Zuletzt hatte der EUR/JPY erneut die 90-Wochen-Linie getestet und als Sprungbrett für eine kleine Erholung genutzt.

 

Insgesamt ist die charttechnische Ausgangslage im EUR/JPY als neutral zu bewerten. Erst ein nachhaltiger Breakout aus den beiden großen Leitplanken des Trendkanals zwischen 130,30 auf der Ober- und 124,00 auf der Unterseite, sollte eine längerfristige Richtungsentscheidung herbeiführen.

 

Die technischen Indikatoren im Wochenchart sind negativ zu interpretieren. Der MACD hat unterhalb seiner Nulllinie Platz genommen, während der RSI mit einem Abgleiten unter die jüngsten Tiefs im Indikatorenverlauf flirtet.

 

Die langfristige Aufwärtsbewegung gerät in Gefahr, wenn der EUR/JPY die seit 20. Juni 2016 etablierte Trendlinie bei 122,46 per Wochenschlusskurs unterschreitet.

 

Malte Kaub