Date: 08. Mai 2018

Der Euro hat in den letzten Tagen zum britischen Pfund deutlich aufgewertet. Dabei hat sich das Paar zurück in die alte Trading-Range zwischen 0,8700 auf der Unter- und 0,8980 auf der Oberseite erholt. Jedoch hat sich das als hanging man bekannte Candlestickmuster als Belastungsfaktor herauskristallisiert. Schließlich hat der EUR/GBP zum Wochenauftakt gut 60 Pips an Wert verloren und die Glättung der letzten 90 Tage bei 0,8806 erneut unterschritten.

 

Ein weiteres Abgleiten unter die Durchschnittslinie der letzten 38 Tage bei 0,8751 würde die Perspektive der Gemeinschaftswährung weiter eintrüben. Schließlich verläuft hier auch die Trendlinie von Mitte April.

 

Fällt diese Schlüsselunterstützung, wäre eine vorläufige Topbildung vervollständigt, woraufhin Anleger den Blick mittelfristig wieder nach unten richten müssten.

 

Nächstes Kursziel liegt dann bei den Tiefs vom 26. & 27. April bei 0,8686. Rutscht der EUR/GBP auch unter diese Haltemarke, rückt das Tief von Mitte April bei 0,8620 wieder in den Fokus.

 

Aufhellen würde sich die Ausgangslage nur, falls der Euro rasch das jüngste Hoch von 0,8847 zurückerobert. Danach wäre Spielraum in Richtung der Glättung der letzten 200 Tage bei 0,8877.

 

Von den technischen Indikatoren kommen indes gemischte Signale. Der MACD, der als nachlaufender Indikator bekannt ist, zeigt nach wie vor nach oben. Unterdessen hat sich der RSI in der Nähe der überkauften Marktbedingungen zurückgezogen und zeigt steil abwärts, bleibt aber noch über der wichtigen 50-Punkte-Marke.

 

Malte Kaub