Marktanalyse

Die Zinskurve normalisiert sich – wird jetzt alles gut?

 

Eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China sowie das zurückgehende Risiko eines chaotischen Brexits und eine Intervention der Federal Reserve haben ausgereicht, um die Zinskurve in den USA wieder zu normalisieren. Wird jetzt wieder alles gut? Wohl kaum…

 

Die Federal Reserve hat mit ihren monatlichen Käufen an kurzfristigen US-Schatzpapieren dafür gesorgt, dass die Nachfrage am vorderen Ende steigt. In der Konsequenz sind die Zinsen am hinteren Ende gestiegen, während die am vorderen Ende gesunken  bzw. stagniert sind. Die Konsequenz: die Zinskurve hat sich normalisiert.

 

Jedoch bedeutet eine Normalisierung nach einer starken Inversion nicht, dass das Risiko einer Rezession in den USA gebannt ist. Nein, ganz im Gegenteil. Es bedeutet sogar, dass wir unmittelbar vor einem Abschwung stehen könnten. Schließlich ist die Bewegung aus dem inversen Bereich schnell und kräftig erfolgt. Das galt in der Vergangenheit als Vorbote für eine Rezession.

 

Das Zünglein an der Waage dafür könnten die Handelsverhandlungen spielen: zuletzt gab es immer wieder positive Meldungen zu lesen. Sogar von einem Rollback der Zölle war die Rede. Allerdings war zwischen den Zeilen recht schnell zu erkennen, dass China dies zur Voraussetzung für einen Phase 1 Deal gemacht hat. US-Präsident Donald Trump hat bereits erklärt, dass er derzeit nicht plant, die Zölle zurückzufahren.

 

Dies birgt die Gefahr einer neuerlichen Eskalation im Handelsstreit und könnte letztendlich dazu führen, dass die Unternehmen ihre Investitionen weiter zurückfahren. Zugleich wird die neue Zollrunde im Dezember den Konsumenten frontal treffen, der ja bekanntlich das Rückgrat  der US-Wirtschaft ist.

 

Wenn Sie mich fragen, ist die Normalisierung der Zinskurve kein positives Signal, sondern ein negatives, welches die Märkte in den kommenden Monaten mit voller Breitseite treffen dürfte.

 

Malte Kaub

 

 

 

 

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