Date: 29. Juli 2019

Die Europäische Zentralbank hat das Leitzinsniveau im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent belassen. Der Einlagesatz bleibt bei -0,4 Prozent. Zugleich nahm sie Anlauf für eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik auf der Sitzung im September. Jedoch spielte Draghi die Wahrscheinlichkeit auf ein großes Lockerungspaket später auf der Pressekonferenz etwas herunter.

 

Die EZB hat ihre vorherige Aussagen, die Zinsen noch bis mindestens Mitte 2020 auf dem aktuellen Niveau zu belassen, um „auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bis mindestens Mitte 2020“ erweitert. Insofern gilt eine Zinssenkung als ausgemacht, wenn sich die Konjunkturaussichten nicht aufhellen.

 

Gleichzeitig schrieb die Zentralbank in ihrem geldpolitischen Begleittext, dass sie die Möglichkeiten für eine Staffelung in der Einlagenfazilität sowie eine Neuauflage des Kaufprogramms prüfe. In den vorherigen Pressemitteilungen war noch nichts von solchen Schritten zu lesen, daher sollten Anleger die Möglichkeit einer breit angelegten Lockerung auf der September-Sitzung in Betracht ziehen. Die Entscheidungsgrundlage dafür sollen die Inflations- und Wachstumsprognosen liefern.

 

Die EZB erwähnte außerdem nicht mehr explizit, dass die Inflation mittelfristig nahe, aber knapp unter 2 Prozent liegen soll, sondern verwies auf ein symmetrisches Inflationsziel. Damit will sich die EZB etwas Flexibilität bei der Umsetzung ihrer Geldpolitik verschaffen, insbesondere wenn die Aussichten unsicher sind, schreibt Robert Zach vom Finanzportal Investing.com. „Die EZB toleriert damit auch eine Inflationsrate über dem Zielwert, nachdem diese eine lange Zeit darunter lag, mit dem Ziel, die Inflationserwartungen etwas zu steigern, aber die Zinskurve flach zu halten“, so der Analyst.

 

Das geldpolitische Statement lässt insgesamt auf eine Lockerung der Geldpolitik im September schließen, aber Draghi sagte während seiner Pressekonferenz, dass die Gefahr einer Rezession für die Eurozone noch relativ niedrig sei, was die Frage aufwirft, ob die EZB wirklich die nächste geldpolitische Bombe zünden muss.

 

 

 

Malte Kaub

 

 

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