Date: 15. August 2018

Der deutsche Leitindex Dax konnte sich in den letzten zwei Handelstagen zwar moderat erholen, wirklich Boden gutgemacht hat er dabei aber nicht. Auslöser für die jüngsten Kursverluste war der Absturz der türkischen Lira, die am Montag neue Rekordtiefs zum Euro und Dollar markierte. Investoren fürchten jetzt Ansteckungsgefahren für die Weltwirtschaft. Vor allem europäische Banken sollen größere Engagements in der Türkei haben, so die Europäische Zentralbank in einer Mittelung am Freitag.

 

Der Dax bewegt sich zwar nach wie vor innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends. Ein Fall unter die Trendlinie bei 12.311 Punkte dürfte aber eine Beschleunigung des Trends auf der Unterseite auslösen.

 

Danach wäre die nächste Haltemarke erst wieder bei 12.104 Punkten zu finden, dem Juni- Tief. Stellt sich auch hier keine Stabilisierung ein, so wäre der Weg zur Nackenlinie der Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die durch die Hochs bei 12.969, 13.596 und 13.204 definiert wird, frei.

 

Die Nackenlinie befindet sich aktuell bei 11.850 Punkten. Ein Unterschreiten würde dem kalkulatorischen Kursziel von 10.000 Punkten entsprechen.

 

Erst wenn der Dax den Abwärtstrend bei 12.850 Punkten wieder überspringen kann, ist mit neuen Impulsen auf der Oberseite zu rechnen. Danach würden die Mai-Hoch bei 13.250 Punkten wieder in den Fokus rücken.

 

Die technischen Indikatoren sind negativ zu interpretieren. Während der RSI bereits seine 50-Punkte-Marke hinter sich gelassen hat, steht der MACD kurz vor einem Verkaufssignal, welches bei einem Unterschreiten der Nulllinie ertönen würde.

 

Malte Kaub

 

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