Date: 19. Juni 2018

Der Dax hat einen Wochenstart zum Vergessen hingelegt. In der Spitze brach der deutsche Leitindex knapp 200 Punkte ein und hat damit auch die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten wieder aus dem Blick verloren. So musste der Index die Gewinne aus der EZB-Sitzung vom Donnerstag vollständig abgeben.

 

Weitere Verluste drohen bei einem Abgleiten unter die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 12.770 Punkten liegt. Knapp darunter, also bei 12.640 Punkten rückt dann auch schon wieder das 38,2% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses von Ende März bis Mitte Mai in den Vordergrund.

 

Setzt auch hier keine Stabilisierung ein, so müssen Anleger auf Verluste in Richtung des Tiefs vom 31. Mai bei 12.547 Punkten einstellen, wo auch gleichzeitig die 90-Tage-Linie als Unterstützung fungiert.

 

Ein Rutsch unter diese Schlüsselunterstützung würde ein Doppeltop vervollständigen, woraus sich ein rechnerisches Abschlagspotenzial von gut 600 Punkten ableiten lässt.

 

Daher dürfte das Tief vom 25. April bei 12.312 Punkten auch nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach unten darstellen.

 

Interessanterweise harmoniert das rechnerische Abschlagspotenzial exakt mit der Unterkante der Gap vom 5. April, welche bei rund 11.990 Punkten liegt. Als zusätzliche Unterstützung fungiert dort auch das 78,6% Fibonacci-Retracement bei 12.036 Punkten.

 

Die technischen Indikatoren weisen nach wie vor keine klare Richtung aus. Tendenziell sind sie aber nach den jüngsten Kursabschlägen negativ zu interpretieren.

 

Malte Kaub