Date: 31. August 2017

Der Dax hat am Mittwoch einen Erholungsversuch gestartet. Der deutsche Leitindex stieg um 0,47 Prozent auf 12.002,47 Punkte und machte damit einen Großteil seiner Vortagesverluste wieder wett.

 

Vor allem der schwächelnde Euro hat den Index am Mittwoch beflügelt. Ermutigende Nachrichten von der US-Konjunktur und vom amerikanischen Arbeitsmarkt haben dem Greenback einen kräftigen Schub gegeben. So wurden in der US-Privatwirtschaft im August deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet – 237.000 neue Jobs kamen hinzu. Volkswirte hatten mit einem Plus von 185.000 gerechnet. Zeitgleich wurde das annualisierte Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal der zweiten Schätzung zufolge von 2,6 auf 3,0 Prozent angehoben. Jedoch dürfte die Euro-Schwäche nur ein vorübergehendes Phänomen sein und kein Paradigmenwechsel.

 

Angetrieben von steigenden Nahrungsmittel- und Energiepreisen ist die Inflationsrate in Deutschland den dritten Monat in Folge gestiegen. Morgen werden dann die Verbraucherpreise für den Euroraum veröffentlicht. Positive Daten dürften die Spekulationen über eine Trendwende in der europäischen Zinspolitik wieder neu entfachen.

 

Charttechnisch notiert der deutsche Leitindex auf einer sehr wichtigen Chartunterstützung aus der Glättung der letzten 200 Tage (akt. bei 12.012 Punkten) sowie dem 23,6% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses von Februar 2016 bis Juni 2017 (11.962,67 Punkten). Bei einem Fall darunter würde der Dax in den freien Fall übergehen.

 

Aufhellen würde sich das Chartbild hingegen erst bei einem Sprung per Schlusskurs über den mittelfristigen Abwärtstrend bei 12.133 Punkten.

 

Malte Kaub