Date: 28. Juni 2017

Der Dax tauchte in den vergangenen Tagen deutlich ab. Vorsichtige Signale auf eine schrittweise Abkehr von der expansiven Geldpolitik in Europa belasten den deutschen Leitindex. Auch die kurzfristige charttechnische Lage hat sich deutlich eingetrübt.

 

Auf Tagesschlussbasis wurde der steile Aufwärtstrend vom November 2016 (akt. Bei 12.763) gebrochen. Das Risiko auf der Unterseite ist damit weiter deutlich gestiegen.

 

Als erstes Korrekturziel bietet sich die horizontale Unterstützungszone aus mehreren Tiefpunkten bei 12.548 bis 12.492 Punkten an. Ein Unterschreiten des besagten Haltebereichs sollte den Startschuss darstellen, der den Dax schnell in Richtung 90-Tage-Linie und Gapoberkante bei 12.355/291 Punkten schicken dürfte.

 

Selbst die technischen Indikatoren sprechen derzeit für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Während die Stochastik auf Wochenebene ein Verkaufssignal erzeugt hat, zeigt sich im Verlauf des RSI eine negative Divergenz.

 

Dennoch handelt es sich bei den jüngsten Kursverlusten um eine Korrektur, keine langfristige Trendwende. Dies gilt, solange der Dax nicht unter die Schlüsselunterstützung in Form der Parallelverschiebung des Aufwärtstrends seit Juni 2016 (akt. 11.958) zurückfällt. Fällt diese Marke, eröffnet sich ein weiterführendes Abwärtspotenzial in Richtung 200-Tage-Linie bei 11.614 Punkten.

 

Auf der Oberseite ergibt sich jetzt eine neue charttechnische Widerstandsebene im Bereich um 12.763  bis 12.841 Zähler, dem alten Aufwärtstrend vom November 2016 und dem Hoch vom Montag.

 

Malte Kaub