Date: 08. August 2019

Drei Zentralbanken im asiatisch-pazifischen Raum hatten gestern ihre Zinsen etwas überraschend gesenkt. Der Grund: die konjunkturellen Aussichten trüben sich aufgrund des US-Handelsstreits mit China immer stärker ein.

 

Die globale Mach-Dich-Locker-Welle nimmt also allmählich an Fahrt auf. Das schickt die Anleiherenditen rund um den Globus auf eine unberechenbare Talfahrt. Unberechenbar deshalb, weil andere Zentralbanken auch noch an der Zinsschraube drehen dürften.

 

Mittlerweile ist die wichtige US-Zinskurve der dreimonatigen und zehnjährigen US-Staatsanleihen so stark invertiert wie seit 2007 nicht mehr, also kurz vor dem Ausbruch der globalen Finanzkrise. Der US-Anleihemarkt schreit also förmlich nach einem mächtigen Konjunkturabschwung in den USA.

 

Die Fed hatte bereits vergangene Woche mit einer Zinssenkung reagiert. Die Märkte wollen aber mehr und preisen auch mehr ein. Sogar eine Notfallzinssenkung ist nicht mehr ausgeschlossen. Eine Zinssenkung um 50 Basispunkte im September wird derweil immer wahrscheinlicher.

 

In Deutschland fallen die Renditen von einem Rekordtief auf das nächste. Ein Ende der Talfahrt der deutschen Zinspapiere ist nicht in Sicht, da auch die EZB aller Voraussicht nach im September handeln wird und den Einlagesatz auf ein Allzeittief von -0,50 Basispunkte senken wird – oder viellicht noch mehr, da die deutsche Rendite gestern mit -0,61 Prozent ein neues Tief markierte.

 

Was die Aktienmärkte eine lange Zeit nicht sehen wollen, tritt jetzt zu Tage. Der globale Konjunkturabschwung dürfte die Gewinne der Unternehmen stark belasten. Aktien sind in den letzten Jahren gut gelaufen. Starke Gewinnmitnahmen wären die logische Schlussfolgerung. Seien sie daher vorsichtig, mit Hochrisikopapieren und schenken Sie lieber Dividendentiteln einen Blick, vor allem denjenigen, die regelmäßig ihre Dividenden in den letzten 10 Jahren gesteigert haben und einen hohen Free-Cashflow sowie Gewinne aufweisen.

 

Malte Kaub

 

 

 

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