Date: 11. Juli 2017

Dem CAD/JPY gelang in der abgelaufenen Woche der Sprung auf die Nackenlinie der langfristigen klassischen Umkehrformation in Form einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei 88,91. Damit hat das Währungspaar eine wichtige Entscheidungszone erreicht, die theoretisch eine langfristige Trendumkehr einläuten könnte.

Zudem haben die gleitende Durchschnitte der letzten 38- und 90 Tage die längerfristige Glättungslinie der 200 Tage übersprungen. Das entspricht einem positiven Schnittmuster, welches dem CAD/JPY weiter unter die Arme greifen dürfte.

Gegenwind kommt aktuell vom RSI auf Tagesebene, der bereits einen etwas heiß gelaufenen Kurs signalisiert, was kurzfristig eine Korrektur signalisiert. Jedoch ist der MACD auf Wochenbasis nach wie vor positiv ausgerichtet.

Gelingt den Bullen der Sprung über die oben angeführte Nackenlinie bei 88,91 würde sich durch die untere Umkehr bei 74,81 ein kalkulatorisches Kurspotenzial von rund 1.300 Pips ableiten. Auf dem Weg nach oben stellen sowohl die 200-Wochen-Linie (akt. bei 90,37) sowie das 50% Fibonacci-Retracement des gesamten Abwärtsimpulses von Dezember 2014 bei 90,77 die einzigen, wirklich schwierig zu nehmenden Hindernisse dar.

Auf der Unterseite würde erst ein Bruch der charttechnischen Unterstützungslinie per Tagesschluss bei rund 86,90 die positive Ausgangslage negieren. Danach müssten Investoren Kursverluste in Richtung der Schlüsselunterstützungen bei 84,90 einkalkulieren.

Malte Kaub