Date: 06. Februar 2018

Panikartige Verkäufe und die Furcht vor der totalen Kontrolle haben die umstrittene digitale Währung Bitcoin am Montag unter die psychologisch bedeutende Marke von 7.000 Dollar gedrückt und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte November befördert.

 

Grund für die jüngsten Verkäufe sind Schlagzeilen aus dem Land der Mitte, wonach die chinesische Regierung alle in- und ausländischen Websites zum Thema Kryptowährungen sperren will. Zudem plant Peking einen vollständigen Handelsstopp mit den digitalen Währungen.

 

Zugleich hatte Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, am Montag eine Warnung ausgesprochen, wonach Kryptowährungen eine hochriskante Wertanlage darstellen. Die Bankenaufsicht setzt sich derzeit mit dem Thema auseinander.

 

Apropos auseinandersetzen: heute gibt es eine Anhörung der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde bezüglich der digitalen Währungen. Anleger weltweit warten auf die Ergebnisse.

 

Mit dem Unterschreiten der Schlüsselunterstützung aus der 200-Tage-Linie und dem 78,6% Fibonacci-Retracement bei gut 8.000 Dollar ist ein weiteres Abgleiten nicht ausgeschlossen.

 

Erste, wichtige Haltemarke liegt bei 5.460 Dollar. Hier verläuft eine horizontale Unterstützungslinie aus mehreren Tiefpunkten. Sollte sich der Kurs des Bitcoin auch hier nicht stabilisieren, droht der totale Absturz.

 

Von den technischen Indikatoren kommen noch keine Umkehrsignale. Der RSI als Momentumindikator zeigt steil abwärts und tauchte zuletzt in die überverkauften Marktbedingungen ein. Gleiches gilt für den trendfolgenden MACD, der auf Anschlussverkäufe schließen lässt.

 

Malte Kaub