Date: 19. Januar 2018

Nach dem erdrutschartigen Kursverfall der vergangenen Tage hat sich der Kurs der umstrittenen digitalen Währung Bitcoin wieder etwas gefangen. Nachdem es zum Handelsauftakt am Donnerstag zunächst weiter leicht abwärts ging, drehte die Kryptowährung dann doch deutlich ins Plus. Am Mittwoch hatte er erstmals seit Ende November die Marke von 10.000 Dollar unterschritten, aber letztendlich mit einem leichten Plus darüber geschlossen.

 

Unterstützung lieferten Meldungen aus Asien, wonach einige südkoreanische Regierungsbeamte des Insiderhandels mit Kryptowährungen beschuldigt wurden. Vor der Ankündigung der Regulierungsbehörden über ein Handelsverbot mit Kryptowährungen sollen die Vertreter alle ihre Währungsbestände verkauft haben und sich damit auf Kosten Anderer bereichert.

 

Damit verliert die südkoreanische Regierung an Glaubwürdigkeit. Das zeigt auch eine Online-Petition gegen das Handelsverbot mit Kryptowährungen, die jüngst die magische Schallmauer von 200.000 Befürworter durchbrach. Der Verfassung von Südkorea zufolge muss die Regierung nun darauf reagieren.

 

Das nimmt Last von den Schultern der Investoren, die zuletzt scharenweise aus dem Markt für Kryptowährungen geflüchtet waren, da Befürchtungen hochgekocht waren, wonach die südkoreanische Regierung die Schließung sämtlicher lokaler Handelsplattformen für Kryptowährungen und anderen Regulierungsmaßnahmen plane.

 

Aus Sicht der Markttechnik bleibt der Chart allerdings angeschlagen. Insofern kann noch keine tiefgreifende Erholung erwartet werden. Dafür müsste sich der Kurs von Bitcoin zurück über die zuletzt nach unten durchschrittene untere Begrenzungslinie des symmetrischen Dreiecks im Tageschart bei 13.326 Dollar erholen. Auf der Unterseite gilt es hingegen die Schlüsselunterstützung aus der 200-Tage-Linie und dem 78,6% Fibonacci-Retracement bei gut 8.000 Dollar nicht zu unterschreiten.

 

Malte Kaub