Date: 06. August 2018

Die Bank of England beschloss am Donnerstag den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent zu erhöhen – dem höchsten Stand seit einem Jahrzehnt. Die Entscheidung fiel einstimmig. Neun der neun Währungshüter votierten für eine Erhöhung. Experten hatten mit zwei Gegenstimmen gerechnet.

 

Dies schürte zunächst die Markterwartungen, dass die Zinsen womöglich doch schneller steigen werden als man bisher gedacht hat. Doch falsch gedacht, der Notenbankchef nahm den Spekulationen auf der anschließenden Pressekonferenz gleich wieder den Wind aus den Segeln.

 

Notenbankchef Mark Carney nannte vor allem kurzfristige Faktoren, die gegen weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr sprechen. Es bedarf keines hohen Tempos. So oder so werde die Inflation in der nächsten Zeit über dem Zielniveau der Notenbank liegen. Kurz gesagt, dies war ein einmaliger Schritt.

 

Zu Bedenken ist außerdem, dass die wirtschaftliche Beurteilung der Bank of England im Basisszenario nur auf einem sanften Brexit ausgerichtet ist. Was mit den Leitzinsen passiert, wenn das Worst-Case-Szenario eintritt und es zu keinem Deal kommt, weiß noch keiner so recht.

Sollte es aber tatsächlich zu einem harten Brexit kommen, so könnte der heutige Zinsschritt für die Notenbank Gold wert sein. Schließlich haben die Währungshüter seit Donnerstag wieder etwas mehr Spielraum nach unten.

 

Das britische Pfund reagierte auf die taubenhafte Zinserhöhung erwartungsgemäß mit Verlusten.

 

Malte Kaub

 

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