Date: 14. Dezember 2017

 

Seit dem jüngsten Zinsentscheid hat sich die fundamentale Ausgangslage in Großbritannien kaum verändert. Deshalb gehen wir davon aus, dass die britische Notenbank ihre Leitzinsen unverändert lassen wird.

 

Den Verantwortlichen rund um Premierministern Theresa May und EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker ist es gelungen, Sicherheit zu schaffen, so dass die Brexit-Unsicherheit teilweise verflogen scheint. Insofern dürfte die Bank of England (BoE) vermehrt auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blicken.

 

Mäßiges Wachstum und gedämpfte Inflation – seit der jüngsten Zinserhöhung Anfang November haben sich die Aussichten für die Wirtschaft in Großbritannien zwar kaum verändert. Angesichts der dynamisch steigenden Inflation und den damit einhergehenden Risiken für die Preisstabilität wird die BoE aber nicht müde werden, ihre Wachsamkeit zu betonen und damit zu signalisieren, dass die Zinsen irgendwann weiter erhöht werden müssen. Aufgrund des mäßigen Wachstums wäre eine verfrühte Zinserhöhung allerdings kontraproduktiv.

 

Insgesamt ist aber zu sagen, dass der nächste Zinsschritt der BoE nach oben gehen könnte, jedoch kann sich die Zentralbank damit noch Zeit lassen.

 

Das britische Pfund könnte angesichts der hohen Inflationserwartungen eher den Weg des geringsten Widerstandes gehen – und der liegt auf der Oberseite. So erzeugte der MACD im 4-Stundenchart ein neues Kaufsignal und auch der RSI hat sich von den Tiefs deutlich abgestoßen. Daher sehen wir eher eine Aufwärts- als eine Abwärtsbewegung.

 

Malte Kaub