Date: 07. Dezember 2017

 

Der australische Dollar beschleunigte gestern seine Abwärtsbewegung, nachdem er noch am Mittwoch mit 0,7653 auf dem höchsten Stand seit Mitte November notiert hatte. Den Handelstag schloss das Paar auf 0,7558.

 

Grund für die neuerlichen Verluste waren schwächer als erwartet ausgefallene australische Wachstumszahlen für das dritte Quartal. So wuchs die Wirtschaft nur mit einem Tempo von 0,6 Prozent. Volkswirte hatten aber mit einem Wert von 0,7 Prozent gerechnet. Die auf das Jahr hochgerechnete Rate lag bei 2,8 Prozent. Die Verlangsamung des Wachstumsclips war auf die geringen Konsumausgaben zurückzuführen, die so langsam wuchsen wie seit 2008 nicht mehr, so dass die Reserve Bank of Australia die lockere Geldpolitik noch eine längere Zeit fortführen dürfte.

 

Im weiteren Sitzungsverlauf werden aus dem Down Under die Zahlen zum Immobilienmarkt und zur Handelsbilanz veröffentlicht. Schwächer als erwartete Zahlen könnten das Paar unter das Novembertief bei 0,7530 drücken und somit die Tür für weitere Verluste eröffnen.

 

Darüber hinaus droht ein so genanntes Death Cross (negatives Schnittmuster) zwischen der 90- und 200-Tage-Linie im Dunstkreis um 0,7710. Ein Rücklauf an dieses Niveau mit einer sich daran anschließenden Flut an Verkaufsaufträgen ist ein durchaus realistisches Szenario. Auch von den technischen Indikatoren wie dem RSI und MACD kommen negative Signale, die auf eine baldige Beschleunigung des Abwärtsmomentums deuten.

 

Malte Kaub