Date: 20. Juni 2017

 

 

Der australische Dollar hat am Montag zum Greenback nachgegeben. Ein Auftritt des einflussreichen Vertreters der amerikanischen Notenbank William Dudley hatte gestern die Spekulationen um eine weitere Leitzinserhöhung in diesem Jahr angeheizt.

 

Laut dem Währungshüter wird der robuste Arbeitsmarkt zu Lohnwachstum und einer höheren Inflation führen. Daraufhin erholte sich der US-Dollar-Index, welcher den Greenback gegenüber den anderen Leitwährungen vergleicht, unter minimalen Schwankungen um 0,50 Punkte auf 97,58.

 

An den Terminmärkten herrscht indes unter den Investoren weiter große Gelassenheit mit Blick auf eine Straffung der Geldpolitik. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im Dezember taxieren die Marktakteure nun immerhin auf 41,2 Prozent.

 

Nach Einschätzung des Gouverneurs der australischen Notenbank Phillip Lowe wird sich die heimische Wirtschaft etwas stärker entwickeln als erwartet. Das durchschnittliche Wachstum der Pro-Kopf-Einkommen werde hingegen deutlich unterhalb der Steigerungsrate des letzten Vierteljahrhunderts liegen. „Wir gehen aber davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt stärker ausfallen wird als vorausgeschätzt“, betonte er.

 

Charttechnisch bleibt die Konstellation für den australischen Dollar konstruktiv. Die nächsten charttechnischen Widerstandshürden lauern in Form der psychologisch wichtigen Marke bei 0,7600 und in Gestalt der Vorwochenhochs bei 0,7630/35. Ein Sprung darüber würde neues Aufwärtspotenzial in Richtung 0,7645/50 und 0,7695 freisetzen. Als Auftakt für eine Konsolidierung würden wir dagegen ein Fall unter das 23,6% Fibonacci-Niveau des gesamten Aufwärtsimpulses von Mitte Mai bis Mitte Juni bei 0,7556 werten, welches mit der 90-Tage-Linie zusammenfällt.

 

Malte Kaub