Date: 14. September 2017

Nach dem Sprung auf den höchsten Stand seit Mai 2015 gönnte sich der australische Dollar im Vergleich zum US-Dollar in den letzten Tagen eine Verschnaufpause mit zum Teil starken Kursverlusten.

So wurde in den vergangenen Tagen ein idealtypisches Umkehrmuster in Form eines evening stars ausgeprägt, welches die Risiken auf der Unterseite unterstreicht. Interessanterweise harmoniert das angeführte Candlestickmuster gut mit der mittelfristigen Widerstandszone aus den Hochs im April und Mai 2015 bei 0,8070 bis 0,8160.

Charttechnisch relevante Chartunterstützungen wurden zwar noch nicht herausgenommen. Eine Nagelprobe des wichtigen Haltebereichs aus dem Aufwärtstrend seit Juni 2017 und dem 23,6% Fibonacci-Retracement bei 0,7950 müssen Investoren jedoch einkalkulieren. Danach wäre der Tiefpunkt des Sommers bei rund 0,7800 von Bedeutung.

Die perspektivisch kurzfristige negative Ausgangslage unterstreichen die technischen Indikatoren. So wurden die jüngsten Hochs im Kursverlauf nicht mehr durch neue Hochpunkte im RSI bestätigt. Das entspricht einer negativen Divergenz und signalisiert eine Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend. Gleiches gilt für den auf täglicher Basis berechnete trendfolgende MACD, welcher in der letzten Zeit ebenfalls eine negative Divergenz hervorgebracht hat.

Aufhellen würde sich das Chartbild hingegen erst bei einer Rückeroberung der o.g. Widerstandszone zwischen 0,8070 bis 0,8160. Darüber würde weiteres Aufwärtspotenzial bis zum Hochpunkt aus dem Jahr 2015 bei 0,8295 bestehen.

 

Malte Kaub