Date: 14. Juli 2017

 

Die Gemeinschaftswährung reagierte auf positive Verbraucherpreise aus Deutschland und legte im frühen europäischen Geschäft leicht zu. In der Spitze kletterte der EUR/USD auf 1,1456. In Deutschland sind die Verbraucherpreise im Juni wie erwartet um 0,2 Prozent gestiegen.

 

Pünktlich zur Eröffnung der tonangebenden Wall Street geriet der Euro gegen die globale Reservewährung unter Verkaufsdruck. In der Folge gab der EUR/USD seine zum Wochenauftakt angesammelten Gewinne ab und legte wieder den Rückwärtsgang ein. Das Währungspaar fiel auf 1,1370 und entfernte sich damit deutlich von dem Jahreshoch bei 1,1489.

 

Die amerikanische Notenbankchefin Janet Yellen wiederholte gestern bei einer Anhörung vor Senatoren im US-Bankenausschuss ihre Aussagen vom Mittwoch zu schrittweisen Zinserhöhungen. Zudem betonte sie erneut, dass die Fed ihre Bilanz noch in diesem Jahr zu verkleinern plant.

 

Die US-Wirtschaftsdaten sind derweil besser ausgefallen als erwartet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist im Vergleich zur Vorwoche saisonbereinigt 3.000 auf 247.000 gefallen. Das entspricht dem ersten Rückgang seit einem Monat und signalisiert die übergeordnete Stärke im Arbeitsmarkt. Den gleitenden Vierwochendurchschnitt gab das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit 245.750 an (vorher 243.500). Außerdem sind die Erzeugerpreise im Monatsvergleich um 0,1 Prozent gestiegen. Auf das Jahr hochgerechnet lag das Preisniveau bei 2,0 Prozent.

 

In den Vereinigten Staaten stehen heute neben den Verbraucherpreisen auch die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion auf der Agenda. Derzeit deuten die Vorlaufindikatoren auf eine breite Erholung sowohl bei den Einzelhandelsumsätzen wie auch bei der Industrieproduktion. Die Kerninflation dürfte im Juni leicht zulegen.

 

Malte Kaub