Date: 07. Juli 2017

Die Schwächephase des australischen Dollars ist noch nicht abgeschlossen – zumindest nicht gegenüber dem kanadischen Dollar, welcher aktuell bei den Fundamentalisten und Charttechnikern hoch im Kurs steht.

 

So ist unter den kanadischen Währungshütern zuletzt die Zuversicht gewachsen, dass die wirtschaftliche Erholung an Schwung gewinnen wird, weshalb eine Straffung der Geldpolitik kaum noch ein Steinwurf entfernt liegen dürfte.

 

Zeitgleich treiben zuletzt überwiegend positiv ausgefallene Konjunkturdaten sowie steigende Renditen von kanadischen Staatsanleihen den Loonie weiter an. Zudem wird er durch die steigenden Ölpreise gestützt, welche gestern in Reaktion auf die überraschend deutlich gesunkenen US-Rohöllagerbestände gestiegen sind.

 

Die australische Notenbank hatte hingegen bei ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung auf die Bremse getreten. Laut den Währungshütern seien höhere Zinsen nicht in Sicht. Schuld daran sei vor allem der gedämpfte Inflationsdruck sowie das geringe Konsum- und Lohnwachstum. Deshalb ergibt sich aus rein fundamentalen Gesichtspunkten weiteres Abwärtspotenzial für das Währungspaar AUD/CAD.

 

Auch von Seiten der Charttechnik stehen die Zeichen der Zeit auf Sturm. So ist das Währungspaar aus seinem langfristigen Aufwärtstrend (akt. bei 0,9900) ausgebrochen. Die nächste wichtige Unterstützungsmarke wird durch das 76,4% Fibonacci-Niveau des gesamten Aufwärtsimpulses seit Jahresanfang bei 0,9810 definiert. Kann dieses Niveau nicht verteidigt werden, müssten die Investoren den Blick weiter nach Süden richten. Danach würde das horizontale Unterstützungsniveau bei 0,9645 auf die Agenda rücken.

 

Malte Kaub