Date: 09. Februar 2018

Kurseinbrüche. Zinsanstieg. Turbulenzen. Die Aktienmärkte holten nur kurz Luft. Am Donnerstag setzte sich die am letzten Freitag losgetretene Korrektur dynamisch fort. Der marktbreite US-amerikanische S&P 500 Index sackte zwischenzeitlich um mehr als 100 Punkte ab. Ein Ende des Ausverkaufs ist nicht in Sicht.

 

Hauptgrund dafür ist die Furcht der Anleger vor dem jüngsten Zinsanstieg. So wächst die Weltwirtschaft derzeit sehr dynamisch und in den großen Volkswirtschaften wie Europa und den Vereinigten Staaten zieht die Inflationsrate langsam an.

 

Angesichts des angespannten Beschäftigungsmarkt in den USA ist die Lohninflation zuletzt deutlich gestiegen. Und so besteht nun die reale Gefahr, dass die Inflation über das Ziel hinausschießt, falls die Notenbanken nicht aggressiver an der Zinsschraube drehen. Das könnte unseres Erachtens auf eine Baisse am Aktienmarkt hindeuten.

 

Der Verschuldungsgrad der US-Unternehmen ist in den letzten 5 Jahren kontinuierlich angestiegen. In einem Umfeld steigender Zinsen und Inflation sollten diese Unternehmen nun unter einen gewissen Druck geraten.

 

Insofern besteht eine reale Chance, dass sich der Abverkauf im S&P 500 in den nächsten Wochen oder gar Monaten fortsetzt. Kurzfristig müssen Anleger jedoch mit einer Konsolidierung rechnen, da sich der Index gerade auf einer Schlüsselunterstützung in Form des Tiefs vom 16. November bei 2.564 Punkten befindet. Ein Rutsch unter diese Haltemarke sorgt für weiteren Abgabedruck in Richtung der Augusttiefs um 2.425 Punkten.

 

Malte Kaub