Date: 25. Januar 2018

USD/JPY nimmt Jahrestiefs 2017 ins Visier

 

Der US-Dollar im Verhältnis zum Japanischen Yen befindet sich immer noch unter Druck. Neben guten Konjunkturdaten aus Japan sorgte am Mittwoch der sich fortsetzende Schwächeanfall der US-Währung für ein neues 4-Monats-Tief.

 

Der vom Nikkei-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg um 0,4 Punkte auf 54,4 Zähler und damit so kräftig wie seit knapp vier Jahren nicht mehr. Volkswirte hatten nur mit einem Wert von 54,3 Punkten gerechnet.

 

Weitere positiv ausgefallene Stimmungsindikatoren wie der Leading Index und Coincident Index sorgten für Auftrieb beim Japanischen Yen. Schlussendlich kann gesagt werden: der Aufschwung in Japan ist wesentlich besser als sein Ruf.

 

Den US-Dollar hatten am Mittwoch Meldungen über eine potenzielle protektionistische Handelspolitik der USA geschwächt. So will die US-Regierung Einfuhrzölle auf Solarellen und Waschmaschinen aus Asien erheben.

 

Darüber hinaus äußerte sich US-Finanzminister Steven Mnuchin hoch erfreut über die schwächelnde US-Währung. Sie sei gut für die US-Wirtschaft.

 

Unterdessen steigen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen munter weiter. In der Spitze erreichten sie heute Niveaus von jenseits der 2,65 Prozent-Marke.

 

Die Frage ist nun: wie lange kann der Mix aus einem fallenden US-Dollar und steigenden Renditen noch gutgehen? Denn aufgrund der Abwertung der US-Währung fließt weniger Geld in die US-Aktienmärkte. Insofern könnte eine baldige Korrektur an der Wall Street anstehen.

Im USD/JPY ist eine Fortsetzung des Abwärtstrends somit denkbar. Rutscht das Paar unter die Schlüsselunterstützung bei 109,00, wäre eine sich fortsetzende Schwächephase wahrscheinlich, die den USD/JPY auf das Jahrestief 2017 bei 107,31 schicken dürfte.

 

Malte Kaub