Date: 13. November 2017

Der deutsche Leitindex hat in der zurückliegenden Woche deutlich zurückgesetzt. Schuld an den Verlusten waren teils enttäuschende Berichtsergebnisse und die drohende Verzögerung der US-Steuerreform.

 

Die Frage, die man sich jetzt als Investor stellt, lautet nun voraussichtlich: handelt es sich dabei um eine Trendumkehr oder lediglich um eine Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend?

 

Unserer Meinung nach sollten Investoren jetzt bloß nicht den Fehler machen und den Teufel an die Wand malen. Bei dem jüngsten Impuls auf der Unterseite handelt es sich voraussichtlich nur um eine heilsame Korrektur als Reaktion auf die starken Kurszuwächse seit September. Schließlich kann ein Markt nicht nur schnurstracks nach Norden klettern, ohne auch nur einmal mit einem deutlichen Rücksetzer die schwachen Shorts aus dem Markt zu nehmen.

 

Zudem sind die Handelsumsätze im Vergleich zu anderen Wendepunkten in der Vergangenheit relativ gering ausgefallen, was gegen eine dauerhafte Trendumkehr spricht.

 

Kurzfristig besteht jedoch Potenzial auf eine Fortsetzung der jüngsten Korrektur. Inzwischen hat der Dax seine beiden offenen Gaps bei 13.255/13.145 geschlossen, so dass nun die Möglichkeit darauf besteht, dass die Chartunterstützung aus dem ehemaligen Jahreshoch und der 38-Tage-Linie bei 12.983/12.951 Punkten getestet wird. Mit einem tieferen Fall rechnen wir in dieser Phase aber nicht. Ein mögliches Szenario könnte sein, dass ich die Kurse dort stabilisieren und eine vorübergehende Konsolidierung eintreten könnte.

 

Den Bullen helfen würde dagegen nur ein Sprung auf ein neues Rekordhoch bei 13.525 Punkten, was derzeit aber nicht zur Debatte stehen dürfte. Insofern dürfte der Dax kurzfristig tiefere Kursnotierungen ausloten, um so Kraft für die Jahresendrally zu sammeln.

 

Malte Kaub