Date: 18. Oktober 2017

Im Verhältnis zum Schweizer Franken ist der US-Dollar auf einem neuralgischen Punkt angelangt, der bei der mittelfristigen Richtungsfindung ein Wörtchen mitzureden hat.

 

Nach der jüngsten Erholungsbewegung visiert das Währungspaar nämlich den Kreuzwiderstand aus dem Abwärtstrend seit Ende 2016 und dem 38,2% Fibonacci-Niveau bei 0,9800/20 an. Interessanterweise verläuft dort auch die Glättung der letzten 200 Tage, die die Bedeutung dieser Hürde unterstreicht.

 

Gelingt den Bullen der nachhaltig Sprung darüber, stehen die Chancen auf weitere Kursgewinne gut. Denn der nächste nennenswerte Chartwiderstand befindet sich dann erst wieder bei 0,9901. Danach dürfte der Kurs die psychologisch wichtige Marke von 1,0000 anpeilen.

 

Die Indikatoren auf Wochenbasis legen eine baldige Beschleunigung der Erholungsbewegung nahe. So hatte der RSI jüngst eine positive Divergenz ausgeprägt, während der MACD auf sehr niedrigem Niveau ein positives Schnittmuster erzeugt hatte.

 

Auf der Unterseite bildet hingegen der Tiefpunkt vom 13. Oktober bei 0,9704 eine erste Unterstützung, die durch den Schnittpunkt der 38- und 90-Tage-Linie bei 0,9660 verstärkt wird. Ein Rückfall unter diese Zone würde weitere Verluste nach sich ziehen.

 

Insgesamt deuten die aktuellen Erkenntnisse darauf hin, dass die aktuelle Erholung sich weiter ausdehnen könnte und wahrscheinlich auch Kurse in Richtung 1,0000 erreichen wird. Ein Sprung auf neue Mehr-Jahres-Hochs jenseits der 1,0330 werden aus ihr aber nicht erwachsen können.

 

Malte Kaub