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Evergrande – hohe Ansteckungsgefahr für die internationalen Kapitalmärkte?

Evergrande – hohe Ansteckungsgefahr für die internationalen Kapitalmärkte?

 

Da eine Reihe von wichtigen asiatischen Aktienindizes (unter anderem wie CSI300, Nikkei225 oder Kospi) zum Wochenbeginn feiertagsbedingt nicht gehandelt wurden (in Festlandchina, Japan, Südkorea und Taiwan blieben die Börsen geschlossen) fiel dadurch insbesondere der Leitindex der Börse in Hongkong, der Hang Seng Index, mit seiner negativen Performance auf. Zeitweise rutschte der Hang Seng Index um über 4 Prozent ab und verlor damit zwischenzeitlich über 1.000 Indexpunkte. Zum Handelsende notierte der Hang Seng Index an der „HKSE“ (Hong Kong Stock Exchange) mit einem hohen Kursverlust von 3,30 Prozent und 24.099,14 Zählern. Die Aktie der „China Evergrande Group“ rutsche in Hongkong um 10,24 Prozent auf 2,28 HKD (Hong Kong Dollar) ab.

 

Evergrande-Absturz wirkt tatsächlich bereits ansteckend

 

Die chinesische „Evergrande Group“ (Evergrande Real Estate Group oder kurz: Evergrande) gilt als Chinas zweitgrößter Immobilienkonzern. Das Unternehmen ist sowohl in der Erschließung und Entwicklung, als auch im Verkauf tätig. Es galt eine ganze Weile (vor allem vor dem derzeitigen Crash der Aktie) als das global wertvollste Immobilienunternehmen. Die „China Evergrande Group“ operiert im Rahmen einer Holding, die auf den Kaimaninseln ihren Sitz hat. Gemäß der Halbjahresmitteilung (Bericht über die Hong Kong Stock Exchange jederzeit online einzusehen) zum 30. Juni 2021 wies der Konzern 1,966 Billionen RMB (Renminbi) Verbindlichkeiten aus. Dies entspricht zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Kurs von USD/CNH 6,48 einer Verschuldung von rund 303 Milliarden US-Dollar.

 

Die Aktie von „Evergrand“ fiel in den letzten Monaten bereits brutal und sank von ihrem 52-Wochen-Hoch von 20,30 HKD immer weiter. Zum Wochenbeginn schloss das Wertpapier des schwankenden Immobilienriesen mit einem Abschlag von weiteren 10,24 Prozent bei 2,28 HKD und damit so tief wie seit Juli 2011 nicht mehr. Der Wertverlust ist somit absolut als dramatisch zu bezeichnen. Mittlerweile kann man schon das Übergreifen auf weitere Immobilienkonzerne im Reich der Mitte erkennen (contagion risk). Die Aktie der chinesischen „Sinic Holdings“ schmierte am Montag im Handel in Hongkong um extreme 87,01 Prozent ab und schloss mit einem Wert von nur noch 0,50 HKD. Panik greift also um sich. Das kann man schon daran ablesen, da das Handelsvolumen dieser Aktie im Vergleich zu den zuvor herkömmlichen Handelstagen in 2021 zum Wochenbeginn um das weit mehr als zehnfache anstieg und die Aktie in den Keller prügelte. Den Daten von „CNBC“ zufolge lag der 10-Tages-Durchschnitt beim Handelsvolumen bei 32,29 Millionen HKD und zum Wochenstart bei 369,379 Millionen HKD.

 

Zurück zum „Evergrande“-Konzern: Wenn das zweitgrößte Immobilienunternehmen Chinas ins Wanken gerät, so sollte das nicht nur Peking beunruhigen, sondern auch die internationalen Kapitalmärkte. Exakt dies konnte man ja schon in der asiatischen Handelszeit am Montag anhand der US-Futures oder auch dem DAX-Future ablesen (der Xetra-DAX fiel am Montag prompt in den Keller und kratzte mit 15.019,49 Punkten beinahe an der runden Marke von 15.000 Punkten). „Evergrande“ ist das weltweit am meisten verschuldete Unternehmen. Nicht ohne Grund zeigte sich die chinesische Zentralbank nicht nur besorgt, sondern reagierte mit ersten Schritten sofort, indem sie dem chinesischen Kapitalmarkt noch vor dem Wochenschluss umgerechnet 14 Milliarden US-Dollar in Form von kurzfristigen Kreditlinien zur Verfügung stellte, um dadurch zusätzliche Liquiditätshilfen bereitzustellen. Den Angaben von Bloomberg zufolge stellt diese Zentralbankhilfe die höchste Liquiditätsspritze seit dem Februar 2021 dar. Fraglich, ob dies reichen wird, doch die chinesische Zentralbank „PBOC“ (People´s Bank of China) will um jeden Preis Liquiditätsengpässe vermeiden. Natürlich könnte Peking den Konzern einfach komplett verstaatlichen, doch damit löst man das restliche Ansteckungsproblem ja nicht – im Gegenteil. Durch die Ansteckungsgefahr könnten weitere Immobilienkonzerne folgen und damit in der Konsequenz auch schnell chinesische Banken in Notlage geraten (ebenso gut möglich wäre, dass Peking „Evergrande“ stütz und sukzessive und marktverträglich abwickelt). So werden Krisen gemacht, die auf die internationalen Kapitalmärkte extrem negativ ausstrahlen (in den heutigen Zeiten durch die noch viel engere Verflochtenheit internationale Kapitalmärkte würde eine China-Finanzkrise nicht mehr das Format der alten Asienkrise haben, sondern wesentlich schlimmer ausfallen und viel mit sich reißen). Investoren und Trader wären demnach gut beraten, auch Absicherungsstrategien mit in ihre Planungen einzubeziehen.

 

 

Hang Seng Index – die charttechnische Lage

 

Die vorliegende Analyse erfolgt im 4-Stunden-Chartbild anhand des CFDs auf den Hang Seng Cash Index. Zur Ermittlung der nächsten Ziele der Bullen und Bären wäre hier auf eine Fibonacci-Analyse abzustellen. Mittels der webbasierten Handelsplattform „ActivTrader“ können die Fibonacci-Retracements und auch Fibonacci-Projektionen erzeugt werden, die dann herangezogen werden können, um die Ziele zur Ober- und auch Unterseite abzuleiten. Ausgehend vom Zwischentief des 20. August 2021 von 24.589,45 Punkten bis zum Zwischenhoch des 08. September 2021 von 26.516,53 Punkten, wären die nächsten Widerstände bei den Marken von 24.589 Punkten (100.00%), 25.046 Punkten (76.40%) und 25.327 Punkten (61.80%) ermittelt werden. Die Unterstützungen kämen bei 23.852 Punkten (138.20%), 23.399 Punkten (161.80%) und 23.114 Punkten (176.40%) in Betracht.

Dem Chartbild wurden zudem die beiden EMAs (100er-EMA in blauer Farbe und 200er-EMA in roter Farbe) hinzugefügt. Mittels des grünen Kreises soll der Kursbereich zur Oberseite insgesamt visualisiert werden, der sich aus einer Kombination des 61.8prozentigen Fibonacci-Retracements, dem eingezeichneten Abwärtstrend und den beiden EMAs Der Hang Seng Cash Index ist auf 4-Stunden-, Tages- und Wochenbasis zum Zeitpunkt dieser Analyse technisch überverkauft.

 

Quelle: ActivTrader, HKInd

 

 

 

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