CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

China vor Mammutaufgaben – nach starkem BIP droht der große Rückfall

China vor Mammutaufgaben – nach starkem BIP droht der große Rückfall

 

Die Weltbank legte mit einem Bericht noch vom 22. Dezember 2021 den Grundstein für eine Reihe von Absenkungen der Prognosen für das chinesische BIP im Jahr 2022. In ihrer Einstufung ging die Weltbank noch von einem Plus von 5,1 Prozent in 2022 aus. Auch von Seiten vieler bekannten Investmentbanken und Großbanken sieht es im Vergleich zum mächtig starken BIP-Wachstum von 8,1 Prozent in 2021 gemäß den Prognosen für 2022 und auch 2023 nicht mehr so rosig für das Reich der Mitte aus. Die Experten der Commerzbank gehen mit dem Stand eines Berichts vom 14. Januar 2022 beispielsweise von einem BIP-Plus von 4,5 Prozent für 2022 und auch für 2023 aus und sehen die chinesische Wirtschaft in einer Abschwächungsphase – dies wäre zu einem nicht geringen Anteil auf die Unternehmensentschuldungs-Kampagne Pekings (auf diesen Delavering-Prozess ging schon die Weltbank im Dezember 2021 näher ein) zurückzuführen. Blickt man auf viele weitere Prognosen von Investmentbanken, so stellt man vermehrt Revisionen der Einschätzungen zur chinesischen Wirtschaftsstärke fest. Dies gilt auch für eine der führenden Investmentbanken wie Goldman Sachs, denn in einem Research-Papier vom 09. Januar 2022 ging Goldman Sachs zunächst noch von einem BIP-Plus für China in 2022 von 4,8 Prozent aus, jedoch senkte man schon nach wenigen Tagen weiter den Daumen und prognostiziert nun nur noch ein Plus von 4,3 Prozent für 2022. Gerade in Bezug auf das Research und die Einstufung von Goldman Sachs sollte man sich einmal näher mit den Details beschäftigen. Die Goldman Sachs-Experten gehen davon aus, dass nicht nur die Exportwirtschaft allein das Problem sein wird, sondern unter anderem auch der Einzelhandel, also der private Konsum.

 

SARS-COV-2 – werden Olympia und die Neujahrsfest-Reisewelle zum Super-Spreader?

Insbesondere aber gesellt sich eine leider sehr bekannte – ja schon tragische negative Komponente – hinzu, nämlich die SARS-COV-2-Variante „Omicron“, die in China mittlerweile ausgerechnet zu Unzeiten ihr Unwesen treiben könnte. Unzeiten hauptsächlich wegen zwei großer Ereignisse. Erstens wäre hier Olympia in Peking anzuführen (beginnt ab dem 04. Februar 2022) und zweitens läuft die größte Reisezeit in China gerade an (massive Reiseaktivitäten vom 17. Januar bis zum 25. Februar 2022), wo man mit über einer Milliarde Reisen rechnet (das chinesische Neujahr steht vor der Tür). Vor allem letztere könnten mit härteren Reisebeschränkungen stärker reglementiert werden, doch bleibt es auf absehbare Zeit besonders fraglich, inwieweit Peking mit seiner „Zero-Covid-Strategie“ überhaupt Erfolg haben wird. Die schlimmste Nebenwirkung für Chian und auch die Weltwirtschaft – neben allen denkbaren Omicron-Fällen – wäre nämlich das nochmalige Lahmlegen von wichtigen chinesischen Häfen und weiterer Logistikstrukturen. Damit wären neue Lieferkettenstörungen und Warenverknappungen wohl einmal mehr an der Tagesordnung. Zudem würden weitere Lockdowns in China die Abwärtsspirale beim Konsum beschleunigen und auch im Rohstoffbereich Marktverwerfungen von neuem anfachen. Lockdowns gab es bereits in mehreren chinesischen Regionen, um Peking herum wird wegen Olympia regelrecht ein Gürtel geschnallt, um die Ausbreitung in der Hauptstadt mit dem maximalen Effekt zu begrenzen. In der chinesischen Großstadt Tianjin findet man schon seit über einer Woche vermehrt leere Straßen vor, da sich die Stadt im partiellen Lockdown befindet.

 

 

Chinas Neuinfektionsraten erscheinen etwas unglaubwürdig

Die Daten zu den Neuinfektionen können beispielweise von „Our World in Data“ entnommen werden. In diesem Fall kann eine 7-Tage-Inzidenz von rund 187 mit dem Stand des 16. Januar 2022 abgelesen werden. Die Daten können aufgrund der limitierten Tests jedoch wesentlich höher ausfallen, wie „Our World in Data“ es ausführt. Was sehr fragwürdig oder beinahe nicht zu glauben ist, ist die Tatsache, dass per Tabelle der „WHO“ China in der jüngsten Welle innerhalb der letzten Tage lediglich einen Toten zu beklagen haben soll (so zumindest der Stand der WHO-Tabelle vom 14. Januar 2022). Chinas Meldung nach liegt die Impfquote bei 82,59 Prozent. Obendrein könnte sich eine möglicherweise weniger schützende „SinoVac“-Impfung gerade im Fall von Delta und Omicron noch weiter negativ auswirken.

 

PBOC – Potenzial für weitere Zinssenkungen gegeben

Die „PBOC“ (People´s Bank of China) hat im noch viel Potenzial für eine expansivere Geldpolitik. Ausgerechtet aber zu Zeiten eines sich abzeichnenden „Quantitative Tightening“ (QT) in den USA würde die PBOC einen absolut konträren Weg einschlagen. Dies dürfte nicht lange ohne Wirkung für die Landeswährung Renminbi (Yuan) bleiben und könnte in diesem Fall den Offshore-Yuan im wichtigsten Währungspaaren USD/CNH unter Druck bringen. Es wäre also durchaus möglich, dass USD/CNH sich wieder in die Kursbereiche von 6,50 bis gar 6,70 bis zum Jahresende 2022 zurückbewegt.

Folgt man diesem Szenario, so könnte dies chinesischen Wertpapieren – allen voran chinesischen Aktien – durchaus etwas Auftrieb geben. Zu viel des Guten sollte man sich allerdings nicht erhoffen, es wäre aber durchaus denkbar, dass die „PBOC“ tatsächlich ein „Delaveraging“ und damit ein „soft landing“ der Wirtschaft gestaltet.

Blickt man insbesondere auf die wichtigsten chinesischen Aktienindizes, so wäre eine Erholung sicherlich mehr als nur wünschenswert. Im Vergleich zu den Performances der führenden europäischen Indizes und insbesondere den wichtigsten US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500, wirkt die Performance des Hang Seng Index aus Hongkong grottenschlecht – der Index verlor auf Sicht der letzten 52 Wochen um über 23 Prozent an Wert. Der CSI300 Index fiel im Vergleichszeitraum um beinahe 13 Prozent. Der NASDAQ100 konnte im selben Zeitraum um fast 22 Prozent, der S&P500 sogar um fast 24 Prozent und der Dow Jones um über 16 Prozent hinzugewinnen. Blicken wir hier an dieser Stelle also einmal auf Chinas „Finanztor“ zum Westen und zwar auf Hongkong und damit auf Hongkongs Leitindex „Hang Seng Index“.

 

Hang Seng Index – wie sieht die charttechnische Lage aus?

Die vorliegende Analyse erfolgt am Tageschartbild – als Referenz wird der CFD auf den Hang Seng Index (Cash Index) herangezogen. Um die Ziele für die Bullen und Bären näher definieren zu können, wäre auf eine Fibonacci-Analyse abzustellen. Diese Fibonacci-Analyse könnte dann mittels der durch die webbasierte Handelsplattform „ActivTrader“ erzeugten Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionen genutzt werden, um die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite etwaig ableiten zu können. Ausgehend vom letzten Zwischentief des 20. Dezember 2021 von 22.661,08 Punkten bis zum Zwischenhoch des 12. Januar 2022 von 24.573,48 Punkten, wären die nächsten Widerstände bei 24.573,48 Punkten (0.00%), sowie bei den Zwischenhochs vom 16. November bei 25.760,09 Punkten und 25. Oktober bei 26.251,82 Punkten zu ermitteln. Die Unterstützungen kämen bei den Marken von 23.391,62 Punkten (61.80%), 23.112,41 Punkten (76.40%), 22.661,08 Punkten (100.00%), sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 22.209,75 Punkten (123.60%), 21.930,54 Punkten (138.20%) und 21.479,22 Punkten (161.80%) in Betracht. Dem Chartbild wurden zudem die beiden EMAs (EMA100 in blauer Farbe und EMA200 in roter Farbe) hinzugefügt. Zur Unterseite könnte nochmals das 61.8prozentige Fibonacci-Retracement in den Fokus zu rücken sein. Zur Oberseite wäre ein Test des letzten Zwischenhochs von 24.584,12 Punkten in Kombination mit der EMA100 und der oberen Abwärtstrendlinie möglich. Als weiterer Test zur Oberseite wäre das Ziel bei der EMA200 in Kombination mit dem Zwischenhoch von 26.25,82 Punkten zu suchen. Beide Kurszielbereiche wurden hier im Chartbild durch die beiden Rechtecke visualisiert (das farblich grün unterlegte Rechteck dient der Visualisierung des Kurszielbereichs der Bullen, das rot unterlegte Rechteck dem Kurszielbereich der Bären). Der Relative-Strength-Index (RSI) notierte zum Zeitpunkt dieser Analyse mit rund 58 Punkten im neutralen Bereich.

 

Quelle: ActivTrader

 

 

###

Die zur Verfügung gestellten Informationen stellen keine Anlageauskunft dar. Sie wurden nicht im Einklang mit den rechtlichen Anforderungen erstellt, welche eine unabhängige Anlageauskunft fördern soll, und ist demnach als Marketingmitteilung zu verstehen.

Alle Informationen wurden durch ActivTrades (“AT”) erstellt. Die Informationen beinhalten keine Auskunft über ATs Preise, oder ein Angebot oder Aufforderung zu einer Transaktion in irgendeinem Finanzinstrument. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Information gegeben. Alle Informationen berücksichtigen nicht die individuellen Anlageziele und die Finanzsituation der Empfänger. Renditeentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator zukünftiger Entwicklungen. AT bietet ausschließlich einen Auftragsdurchführungsservice an. Folglich geschieht der Handel auf Basis dieser Information auf eigenes Risiko.