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Kaffee, Mais und Co. – Agrarrohstoffe mit hoher Performance

Kaffee, Mais und Co. – Agrarrohstoffe mit hoher Performance

Wer sich die jeweils einzelne Performance der Terminkontrakte des gesamtes Agrarrohstoffsektors seit Jahresanfang genauer ansieht, der sieht mit dem Stand des 14. Juni 2021, dass sich „Lean Hogs“ (mageres Schwein) mit einem Plus von rund 70,65 Prozent auf die Pole Position schieben konnte. Die Agrarrohstoffe „Soybean Oil“ (Sojabohnenöl) mit einem Plus von 51,44 Prozent, „Corn“ (Mais) mit 37,71 Prozent, „Canola“ (Raps) mit 33,77 Prozent, „Coffee“ (Kaffee) mit 22,73 Prozent, „Soybeans“ (Sojabohnen) mit 12,68 Prozent und „Sugar“ (Zucker) mit einem Plus von 11,15 Prozent stiegen allesamt prozentual zweistellig. Damit kletterten die Rohstoffpreise im Agrarsektor bereits in der Breite recht enorm und übten auf diese Weise auch Druck auf die Nahrungsmittelpreise insgesamt aus.

Viele Nahrungsmittelpreise in Asien, aber auch anderen Teilen der Welt sind so hoch wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. In einem Bericht von Anfang Juni 2021 wies auch die „Financial Times“ darauf hin, dass die globalen Nahrungsmittelpreise den größten Preissprung des Jahrzehnts vollzogen. Mit den jüngsten Preisentwicklungen waren Nahrungsmittel demzufolge auch Treiber der Verbraucherpreisindizes, zum Beispiel in Deutschland oder auch in den USA.

Nahrungsmittelpreise steigen und treiben damit die Inflation zusätzlich an

Die Preise für Nahrungsmittel und zum Beispiel auch alkoholfreie Getränke kletterten zuletzt in Deutschland Monat für Monat. Wie das „Statistische Bundesamt“ (Destatis) im Bereich seiner Publikationen der Konjunkturindikatoren veröffentlichte, stiegen die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Januar um 1,9 Prozent, im Februar um 1,4 Prozent, im März um 1,6 Prozent und im April um 1,9 Prozent (jeweils auf Sicht gegenüber dem Vorjahresmonat). In der Gesamtbetrachtung trugen diese Steigerungsraten zu den ebenso in aller Breite gestiegenen deutschen Verbraucherpreisen bei, denn im Januar kletterte der Verbraucherpreisindex um 1,0 Prozent, im Februar um 1,3 Prozent, im März um 1,7 Prozent und im April um 2,0 Prozent (Veränderungen jeweils zum Vorjahresmonat).

In den USA meldete das „Bureau of Labor Statistics“ (BLS) für den Monat Mai einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat April 2021 und auf Jahressicht sogar einen Sprung um 5,0 Prozent. Zwar lagen die Verbraucherpreissteigerungen im Bereich Nahrungsmittel in den USA mit einem Plus im Mai von 2,2 Prozent auf Jahressicht (also im Vergleich zum Mai 2020) deutlich unterhalb der Gesamtinflation (die durch den Sektor Energie, aber auch Gebrauchtwagen zum Beispiel außerordentlich anzogen), doch Nahrungsmittelkäufe sind nun einmal regelmäßige Käufe und belasten die Verbraucher regelmäßig. Hinzu kommt, dass die US-Statistik auch noch zusätzliche Erhebungen aufweist, denn der „Beef- Index“ kletterte allein im Mai um 2,3 Prozent und damit so stark wie seit Juni 2020 nicht mehr.

Man kann sich sicherlich schnell vorstellen, dass erhöhte Preise für Futtermittel wie zum Beispiel bei den Rohstoffen Mais, Soja und Raps auch zu steigenden Folgekosten führen werden. Die Kosten in der Viehwirtschaft beispielsweise steigen aufgrund der höheren Futtermittelpreise folglich ebenfalls. Dies wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch an den Verbraucher durchgereicht. Demnach dürften unter anderem also auch die Preise für „Lean Hogs“ (mageres Schwein) und „Live Cattle“ (Lebendrind) weiter anziehen.

Ein Beispiel für einen Agrarrohstoff-Kontrakt – Mais im Chartcheck

Der Mais-Future wird an der Chicago Board of Trade (CBOT, die zur CME Group gehört) gehandelt. Ein Kontrakt besteht auf 5.000 Bushels (Scheffel). Die Preisquotation erfolgt in U.S. Cents pro Bushel.

Die Analyse für den Rohstoff Mais – genauer gesagt den Mais-Kontrakt Juli 2021 – erfolgt im vorliegenden Fall im Tageschartbild. Ausgehend vom Verlaufstief des 26. Mai 2021 bei 602,25 USc bis zum Zwischenhoch des 10. Juni2021 von 716,75 USc, wäre eine Fibonacci-Analyse anzulegen. Die durch die Plattform ausgewiesenen Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionsstufen könnten dann von den Bullen und Bären herangezogen werden, um die nächsten Ziele zur Ober- und auch Unterseite abzuleiten. Die nächsten Widerstände lägen demnach bei 689,50 USc (23.60%) und 716,75 USc (0.00%) bereit. Die Unterstützungen kämen bei 646 USc (61.80%), 629 USc (76.40%), 602,25 (100.00%), sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 575 USc (123.60%), 558 USc (138.20%) und 531 USc (161.80%) in Frage. Der Relative-Strength-Index (RSI) befand sich zum Zeitpunkt dieser Analyse im neutralen Bereich. Man erkennt hier übrigens im Chartbild recht deutlich, dass der Mais-Kontrakt insbesondere vom 21. April 2021 bis zum 12. Mai 2021deutlich technisch überkauft war. Das Chartbild zeigt auch die längerfristige Aufwärtstrendlinie, die nun mitunter noch getestet werden könnte. In diesem Fall wäre sogar ein Test der 76.4prozentigen Fibonacci-Marke in Kombination mit einem Test des Aufwärtstrends nicht komplett von der Hand zu weisen.

Mais – ein Blick in den WASDE-Report

Der Preis für Mais stieg insbesondere seit August 2020 sukzessive an. Die US-Mais-Lagerbestände sanken in den letzten Monaten stärker als erwartet. Dies war zu einem nicht unerheblichen Anteil auf die Gewinnung von Ethanol aus Mais zurückzuführen, aber auch auf eine höhere Nachfrage nach Futtermittel. Zudem exportierten die USA verstärkt Agrargüter wie Mais, wie die Meldedaten des „WASDE“-Reports (World Agricultural Supply and Demand Estimates) zeigten. Im April 2021 sprangen die Exporte von Mais regelrecht an. Die Hauptabnehmerländer waren nach China auch Mexiko, Japan, Kolumbien, Südkorea und Taiwan. Generell zog das US-Exportvolumen für Mais um 75 Millionen Scheffel auf 2,675 Milliarden Scheffel auf ein neues Rekordhoch an, wie es die Daten des USDA (U.S. Department of Agriculture/US-Landwirtschaftsministerium) mittels des „WASDE“-Report verrieten. Gegenwärtig sieht es noch nicht danach aus, dass sich das eigentlich längerfristig recht bullishe“ Bild für Mais nachhaltig dreht. Die Gewinnmitnahmen der letzten Tage könnten deshalb auch als Chance für einen erneuten „buy the dip“ betrachtet werden.

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