Handeln Sie GBPUSD bei ActivTrades

Brexit-Debatte drückt GBPUSD auf ein 7-Jahres-Tief

Hidden link for fancybox

50 Währungspaare

Handeln Sie über 50 Währungspaare, inklusive GBPUSD mit einem Spread ab 0,8 Pips.

Niedrige Margin

Öffnen Sie Positionen mit geringen Marginanforderungen und einem Hebel bis zu 1:400.

Keine Kommission

Handeln Sie Mini- und Mikrolots 24 Stunden täglich kommissionsfrei und ohne versteckte Gebühren.


Mit nur einem Klick geht es zum GBPUSD-Handel!

Konto eröffnen oder Gratis Demo testen


Brexit verunsichert die Märkte

Veröffentlicht am 10. 03. 2016

image1Die Diskussion um einen möglichen Brexit schwebt über den Märkten und sorgt bereits für erste Besorgnis, wie sich beispielsweise in der Entwicklung des britischen Pfunds über die vergangenen Wochen zeigt. Dennoch gehen die meisten Analysten lediglich von einer Wahrscheinlichkeit von 25 % aus, dass es tatsächlich zu einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union kommt.

Das großzügige Verhandlungsergebnis vom 17. bis zum 18. Februar zwischen David Cameron und der Europäischen Union scheint dem britischen Premierminister genügend Zuversicht gegeben zu haben, so dass dieser ohne viel Aufhebens ein Referendum für den 23. Juni ankündigte.

Prompt folgte jedoch der erste Dämpfer, als der Bürgermeister Londons Boris Johnson sich unmittelbar im Anschluss der „LEAVE-Kampagne“ der Austrittsbefürworter anschloss und somit bereits einen ersten Graben innerhalb der Konservativen bewirkte.

Jegliche Versuche, die Auswirkungen eines eventuellen Brexits exakt zu quantifizieren, gestalten sich schwierig. Eine Reihe von Studien sehen einen kurzfristigen Rückgang des britischen Brutto-Inlandsprodukts um 1-2 % vor. Begründet wird dies durch den unvermeidbaren Vertrauensverlust und die Unwägbarkeiten, was zum Abzug von ausländischem Kapital führen könnte. Auch sollten mögliche Effekte auf den Immobilienmarkt nicht unterschätzt werden. Ein Brexit könnte problematisch werden; insbesondere für London, wo die Immobilienpreise eine wahre bullische Rallye hinlegten und zwischen 2012 und 2015 für Steigerungen um bis zu 50 % sorgten. Eine neue Blase scheint hier für einige Beobachter ausgemacht.

Unmittelbar nach Boris Johnsons Verlautbarung stürzte der Wechselkurs zum US-Dollar auf unter 1,40 und erreichte zum ersten Mal seit 2009 ein Tief bei 1,38 USD. Auch gegenüber dem Euro unterlag das Pfund und EURGBP notierte knapp unter 0,80. Dieser Wert liegt 15 % über dem Tief von 0,694 vom vergangenen Juli.

Wie sehen die Aussichten für die nächsten Monate aus? Zweifellos ist eine erhöhte Unsicherheit und Volatilität zu erwarten. Falls die Märkte einen Brexit für zunehmend wahrscheinlicher erachten,

image2sind weitere Kursverluste des Pfunds denkbar. Auch könnte ein Angriff auf die Unterstützungszone bei 1,35 US-Dollar erfolgen. Hier haben sich in den vergangenen 25 Jahre stets die Tiefs manifestiert. Zusätzliche Verkäufe in diesem bärischen Trend sind zudem nicht ausgeschlossen.

Demgegenüber könnte es im Wechselkurs von EURGBP zu einem Sprung über die Marke von 0,80 kommen. Eine genauere Einschätzung lässt sich allerdings erst abgeben, nachdem sich Mario Draghis künftige Entscheidungen mit Blick auf das Anleihekaufprogramm der EZB herauskristallisieren. Andererseits könnte das Pfund gegenüber dem US-Dollar wieder bis auf 1,45 zulegen und sich mit Blick auf den Euro bei Kursen von 0,72 bis 0,76 erholen, wenn die „Gefahr“ eines Brexits sich auflöst.

Carlo Alberto De Casa

Chief Analyst
Carlo Alberto De Casa ist Senior Chief Analyst beim Derivate Broker ActivTrades in London. Zuvor war er in der City of London bei Bloomberg tätig und wechselte dann 2011 zum…

Mehr

Die Finanzmärkte 2016: Zentralbanken, China und die Ölpreise


Mehr lesen

In welche Richtung tendiert Gold?


Mehr lesen

Marktanalyse: Der S&P500 Index: so hoch wie noch nie


Mehr lesen


Die hier formulierten Gedanken und Meinungen sind ausschließlich die des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansicht von ActivTrades Plc wider. Dieser Kommentar ist nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung verstanden werden. Jegliche Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für künftige Kursentwicklungen. Die Entscheidung, diese Ideen und Vorschläge umzusetzen, liegt im alleinigen Ermessen des Lesers.